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Der Emder Hafen feierte zwei besondere Jubiläen

EMDEN – „Ich freue mich, in der Millionenstadt Emden zu sein“, sagte Walter Hirche, der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, im Rahmen seines Besuchs in Emden im Dezember. Er brachte damit auf den Punkt, was die versammelte Emder Hafenwirtschaft bei der Verladung des einmillionsten Fahrzeugs des Jahres 2007 empfand. „Dieses Jubiläum ist ein bedeutendes Zeichen für die Entwicklung des Automobilumschlags von Volkswagen und für den Emder Hafen insgesamt“, fasste Hans-Wilhelm Wildeboer, Leiter der Volkswagen Logistics in Emden, zusammen.


Blick von oben: Im Emder Hafen stehen die Zeichen auf Wachstum. Dies verdeutlichen zwei historische Jubiläen.

Erstmalig, so Wildeboer, überschreite man im Laufe eines Jahres die Millionengrenze. „Und zusätzlich schlagen wir heute auch das 20-millionste Fahrzeug seit Beginn der Autoverladung im Jahr 1962 hier um.“
Pavel Vacek, Volkswagen Werkleiter in Emden, kündigte am Rande der Veranstaltung eine weitere Erhöhung des Umschlags über den Emder Hafen an. Das sei eine logische Folge der Wachstumsstrategie des Konzerns.
Auch Edda Kristof-Goeman, Sprecherin der Geschäftsführung der Volkswagen Logistics in Wolfsburg, ist sich sicher, dass der Trend anhalten wird: „Jedes fünfte im Konzern gefertigte Fahrzeug geht heute über Emden. Das sind 5000 Fahrzeuge pro Arbeitstag.“ Und weiteres Wachstum sei geplant. „Global Player wie Volkswagen haben einen hohen Bedarf beim Material- und Warentransport. Auch unsere neuen Engagements in Russland und Indien werden zukünftig zu einem erhöhten Transportaufkommen beitragen“, so Kristof-Goeman.

Sie lobte das Engagement der Stadt Emden und des Landes, das die Voraussetzungen für erhöhte Umschlagsmengen schaffe. Die neue Ems­pier von 2004, eine weitere in Planung befindliche Pier oder der geplante Dalbenanleger seien deutlich positive Zeichen. „Diese Projekte tragen zur weiteren Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit im Emder Hafen bei.“

Emdens Oberbürgermeister Alwin Brinkmann nannte das automobile Millionen-Jubiläum einen der Höhepunkte des Jahres in Emden überhaupt. „Vor 25 Jahren wussten die Hafenbetreiber in Emden nicht genau, wo es hin gehen sollte.“ Heute habe sich der Emder Hafen, nicht zuletzt dank Volkswagen und der beteiligten Betreibergesellschaften, zu einem der wichtigsten Umschlagsplätze für Autos in Europa entwickelt. uf


Historische Momente: Minister Walter Hirche (r.), Werkleiter Pavel Vacek und Edda Kristof-Goeman, Volkswagen Logistics, fuhren das Jubiläumsauto, einen Passat Variant, auf die Atlas Highway.


Hirche fuhr zugleich das 20-millionste in Emden verladene Fahrzeug, einen Jetta, aus dem Bauch des Schiffes.
DATEN UND FAKTEN
Die Autoverladung im Emder Hafen begann 1962 mit dem Volkswagen Käfer. 1964 nahm das Emder Volkswagen Werk die Produktion von Käfern für den US-Markt auf. Heute ist der Emder Hafen die größte Drehscheibe für Automobil-Im- und Exporte des Volkswagen Konzerns. Rund 800 Schiffe, 60000 Eisenbahnwaggons und 25000 Lkw bewegen hier Automobile aus 25 Konzernwerken der Volkswagen AG. Auch Drittkunden wie beispielsweise Porsche vertrauen auf die Leistungsfähigkeit der Emder Hafenwirtschaft.
HISTORIE
1962 Erste Fahrzeugverladungen in Emden
1964 Im Werk Emden läuft die Produktion an
1965 Erste RoRo-Verladungen im Emder Außenhafen
1974 Eröffnung des Terminals 1 für Fahrzeugverladungen nach Großbritannien
1987 Gründung der Betreibergesellschaft Autoport GmbH
1995 Eröffnung des UK-Importcenters am Terminal 1
1998 Die ersten New Beetle aus Mexiko werden in Emden gelöscht
2001 Erstmals werden mehr als 750000 Fahrzeuge umgeschlagen
2004 Inbetriebnahme der neuen Emspier
2007 Erstmals wird die Grenze von 1 Million Fahrzeugen in einem Jahr überschritten
2007 Das 20-millionste Fahrzeug seit Beginn des Automobil­umschlags wird verladen