Wolfsburgs Himmel auf Erden
Die Projektions-Technik für das Planetarium war ein Geschenk
von Volkswagen an die Stadt
Jede Menge Lichter umgeben uns auf
der Erde, deshalb sehen wir am Himmel oft nur noch den Mond
und vielleicht ein paar ganz große Sterne. Man muss
schon aufs weite Feld fahren, um mehr zu sehen. Oder ins Planetarium
Wolfsburg. Dort wird der Sternenhimmel naturgetreu sichtbar:
Bis zu 9000 Sterne projiziert der kugelförmige Projektor
an die runde Kuppel des Planetariums. Die Projektionstechnik
ist drehbar, und so können auch jede Menge Effekte simuliert
werden. In einer einstündigen Vorführung sehen die
Zuschauer von gemütlichen, kippbaren Sesseln aus, wie
sich die Planeten im Laufe der Jahreszeiten bewegen. Sternbilder,
die schon in der Antike die Phantasie beflügelten, werden
mühelos erkennbar: Wagenlenker, Stier und Zwillinge,
aber auch die Milchstraße, die aufgrund der großen
Entfernung nur noch wie ein neblig-weißes Band wirkt.
„Zeitblasenreise“
im Kuppelsaal
Rund eine Million Besucher haben im Planetarium bereits einen
Blick in die Sterne geworfen. „Interessierte sollten
auf keinen Fall denken, sie verstehen nicht, was erklärt
wird“, sagt der Leiter des Planetariums, Dr. Bernd Loibl.
Der astronomische Laie ist also willkommen, ebenso Kinder,
für die es spezielle Programme wie „Peterchens
Mondfahrt“ oder die „Zeitblasenreise“ gibt.
Beliebt sind auch die kulturellen Veranstaltungen in dem Kuppelsaal.
Am Sonnabend, 12. März, können die Besucher ab 19.30
Uhr den „Zauber der Romantik“ erleben, mit Musik,
Lyrik und visuellen Impressionen.
Schon ein Jahr nach der Eröffnung hatte das Wolfsburger
Planetarium damit begonnen, Lesungen und Konzerte anzubieten
– als erstes Planetarium in Deutschland. Noch etwas
ist im Wolfsburger Planetarium besonders: Es beherbergt ein
High-Tech-Produkt aus der DDR, einen Planetariumsprojektor
von der Firma Zeiss in Jena. Volkswagen hatte das Gerät
1978 erhalten – als Gegenleistung für eine Lieferung
VW Golf. Die Volkswagen AG schenkte den „Spacemaster“-Projektor
der Stadt Wolfsburg und gab damit den Anstoß zum Bau
des Planetariums. 1983 wurde Wolfsburgs „Himmel auf
Erden“ am Fuße des Klieversbergs eröffnet.
Zum Betrieb wurde eine GmbH gegründet, zu der neben der
Stadt Wolfsburg auch Braunschweig und die Landkreise Gifhorn,
Helmstedt und Peine gehören. Im Aufsichtsrat der Einrichtung
hat die Volkswagen AG auch heute noch auch einen Sitz. -mge-
INFO:
Jeweils Mittwoch um 15 und 17 Uhr, Sonnabend um 15 und 16
Uhr und Sonntag um 15 Uhr bietet sich die Gelegenheit zum
„Blick in das Weltall“. Alle Veranstaltungen sind
im aktuellen Veranstaltungskalender, der im Planetarium ausliegt,
oder auf den Internet-Seiten www.planetarium-Wolfsburg.de
verzeichnet.
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