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Von Volkswagen Auszubildenden gefertigte Skulptur „to B remembered” steht nun in Brüssel
Hannover – Etwas mehr als ein halbes Jahr war sie in Berlin zu sehen, jetzt hat sie in Brüssel einen neuen Platz gefunden: Die von Volkswagen Auszubildenden gefertigte Großskulptur „to B remembered” erinnert in der europäischen Hauptstadt an Völkermord und Judenverfolgung.


Martin Schulz, Präsident des EU-Parlaments, mit einer Miniatur-B-Skulptur. Elke Eller, Personalvorstand von Volkswagen Nutzfahrzeuge, bezeichnete die Skulptur als „ein starkes Symbol gegen das Vergessen”.

Das „B” ist ein Symbol, und es steht seit Anfang dieses Jahres noch dazu an einem symbolträchtigen Ort: vor dem Europäischen Parlament, am Place du Luxembourg und damit am Rande eines Platzes, der nach einer berühmten Überlebenden des Konzen-trationslagers Auschwitz benannt ist: Der Ort ist Simone Veil gewidmet, der ersten Präsidentin des EU-Parlaments, die KZ und Todesmarsch am eigenen Leib erlebt hat.
Enthüllt wurde die Großskulptur im Rahmen einer Feierstunde unter anderem von Martin Schulz, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, und Auszubildenden der Volkswagen AG. Ebenfalls anwesend waren Christoph Heubner, der das Projekt als Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) maßgeblich begleitet, und Elke Eller, Personalvorstand der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge. Sie nannte die als Teil der Gedenkstättenarbeit gebaute Skulptur „ein starkes Symbol gegen das Vergessen”. Elke Eller sagte weiter: „Es ist ein gutes Gefühl mitzuerleben, dass das ‚B' einen ganz besonderen Platz an so einem zentralen Ort im Herzen Europas gefunden hat.”

Im Anschluss an die Zeremonie wurde Martin Schulz vom IAK für sein Engagement im Kampf gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus in Europa mit der „Gabe der Erinnerung” ausgezeichnet. Die Miniatur der ‚B'-Skulptur wird seit 2005 an bedeutende Persönlichkeiten verliehen, die sich auf diesem Gebiet verdient gemacht haben, unter anderem an Bundeskanzlerin Angela Merkel, den israelischen Staatspräsidenten Simon Peres und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.
Schulz sagte, die Auszeichnung sei für ihn „eine große Ehre”. Der EU-Politiker nannte Auschwitz den „Tiefpunkt der Zivilisationsgeschichte”, der „eine immerwährende Mahnung” darstelle. „Es ist eine ständige Pflicht, jeden Tag bereit zu sein, für Freiheit, für Demokratie, für Würde, für Toleranz, für Respekt zu kämpfen und Mut zu zeigen”, betonte Schulz. Wenige Tage zuvor war bereits Bundeswirtschaftsminister und SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel mit der „Gabe der Erinnerung” geehrt worden.
Die der Auszeichnung zugrunde liegende Edelstahlskulptur „to B remembered” nimmt das Motiv des im Lagertor von Auschwitz umgedrehten Buchstaben B im Wort „Arbeit” auf, das als Zeichen des Widerstands der Häftlinge interpretiert wird. In Brüssel ist das Mahnmal noch bis Ende Mai zu sehen. Danach wird es in Paris erwartet. bb