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Die Sitech Sitztechnik GmbH setzt auf Vorsprung durch Kompetenz / Zwei Millionen Sitzgarnituren
 
Sie bieten nicht nur Komfort, sondern geben auch Sicherheit und Geborgenheit: Sitze sind nicht irgendein Ausstattungsdetail, Sitze sind die Visitenkarte des Autos. „Fahren fängt beim Sitzen an“, sagt Prof. Dr. Bernd Wilhelm (Foto), Geschäftsführer der Sitech Sitztechnik GmbH. Autositze seien ein markenprägendes Bauteil. „Für über 50 Prozent der Volkswagen Kunden spielen sie eine wichtige oder sehr wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.“

Deshalb setzen Wilhelm und die über 3200 Mitarbeiter an den fünf Sitech-Standorten auf Funktionalität, Qualität und Innovation. Mit Erfolg: Etwa jeder fünfte Sitz, der in den Fahrzeugen des Volkswagen Konzerns verbaut wird, kommt aus dem Hause Sitech. Demnächst feiert der Standort Wolfsburg ein ganz besonderes Jubiläum: die Fertigung der zweimillionsten Sitzeinheit.

1998 wurde das Unternehmen im polnischen Polkowice gegründet, 1999 war Produktionsbeginn. Seit 2003 ist Sitech eine hundertprozentige Volkswagen Tochter. Ziel war es von Beginn an, die Kompetenz für die Entwicklung und Fertigung von Autositzen im Hause Volkswagen zu halten. Und diese Strategie habe sich allen Debatten über die Auslagerung von Geschäftsteilen (Outsourcing) zum Trotz als goldrichtig erwiesen, so Wilhelm. Sitech sei ein Modellfall dafür, dass Komponentenfertigung innerhalb des Konzerns erfolgreich sein könne. „Das funktioniert aber nur, wenn man Produkte auf den Markt bringt, die innovativer und kostengünstiger sind als der Wettbewerb und den Kunden durch wahrnehmbare Merkmale überzeugen.“ Nur so könne Volkswagen auch die Vorteile der Sitech als Konzept- und Preisregulativ voll ausspielen und seine strategische Unabhängigkeit sicherstellen, so Wilhelm.


Der Sitz als Kaufargument
Im Wolfsburger Sitzentwicklungszentrum (SIEZ) in Sandkamp hat Volkswagen die Sitzkompetenz von Sitech, Volkswagen Pkw und Volkswagen Nutzfahrzeuge unter einem Dach zusammengeführt. Hier entstehen Sitzsysteme für den gesamten internationalen Markt. Als weiteres Standbein neben der Entwicklung fertigt Sitech in Sandkamp einbaufähige Sitzgarnituren. Bis zu 3000 Sitzgarnituren für Golf, Golf Plus und Touran werden hier pro Tag gebaut und „just in sequence“ – also termingerecht und kundenbezogen – in die Fahrzeugmontagen des Werks Wolfsburg geliefert.

Wertschöpfungskette: Auf dem kleinen Foto der Prototypenbau in Sandkamp, unten eine Schweißanlage in Polkowice, oben die Produktion in Sandkamp.
Die möglichst enge Verzahnung von Entwicklung, Beschaffung und Produktion ist für Wilhelm und seine Mitarbeiter besonders wichtig. Vorsprung durch Kompetenz in einer durchgehenden Wertschöpfungskette, lautet das Erfolgsrezept.

„Wir bieten Jobs mit Zukunft“
Die Stahlstrukturen, gewissermaßen die Skelette der Sitze, entstehen im polnischen Polkowice. Weitere Standorte gibt es in Emden, Hannover und Shanghai. Sitech-Komplettsitze oder Sitech-Komponenten finden sich nicht nur in den in Wolfsburg, Emden und Hannover gefertigten Modellen, sondern auch im Polo, Skoda Fabia, Touareg und Porsche Cayenne. Sitech ist nicht nur für den Volkswagen Konzern interessant. Seit neuestem gehören auch andere Automobilhersteller zu ihren Kunden. Mit weiteren Herstellern laufen derzeit Gespräche.
Wettbewerbsfähige Arbeitskosten seien eine wichtige Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg auf den Märkten, sagt Wilhelm. Deshalb hat die Sitech Sitztechnik GmbH mit der IG Metall einen eigenen Haustarifvertrag mit kundenorientierter Flexibilität abgeschlossen. Im Gegenzug sorge das Unternehmen für klare Rahmenbedingungen und Sicherheit, betont der Sitech-Chef. „Wir bieten Jobs mit Zukunft.“ me