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Zukunftsweisender Austausch in der Ausbildung / Auszubildende von Volkswagen Nutzfahrzeuge leben und arbeiten vier Monate in Portugal
Das Azubi-Austauschprojekt zwischen Portugal und dem Standort Hannover geht in eine neue Phase. Erstmals besuchen vorwiegend Auszubildende des dritten Ausbildungsjahres die ATEC-Akademie im portugiesischen Palmela. Es ist zudem die erste interdisziplinäre Gruppe, die sich jetzt für drei Monate Richtung Portugal verabschiedet hat, um dort gemeinsam als Projektarbeit den Bau einer Hydraulikpresse zu realisieren.

Fotos: Orlowski
In den Vorjahren waren ausschließlich Jugendliche im ersten oder zweiten Ausbildungsjahr für den Arbeitsaufenthalt an der ATEC ausgewählt worden. Das Bildungsinstitut, an dem Volkswagen Autoeuropa zu 51 Prozent beteiligt ist, wird von der Niederlassung Hannover der Volkswagen Coaching seit 2005 als Bestandteil der Ausbildung genutzt. Gefördert wird die Verbundausbildung über das EU-Austauschprogramm „Leonardo da Vinci“. Vier Monate lang sind die Auszubildenden im Privatleben mehr oder weniger auf sich allein gestellt – für die meisten eine ganz neue Erfahrung.
Die sechs Jugendlichen leben in zwei Dreier-Wohngemeinschaften und müssen ihren Alltag selbst organisieren. Kochen und Wäsche waschen gehören zum Tagesablauf genauso dazu wie die berufliche und sprachliche Ausbildung an der ATEC. Die Erfahrungen mit dieser Art der Verbundausbildung sind überaus positiv. Ausbildungsleiter Volker Löbe hat einen spürbaren „Kompetenzsprung“ bei den Rückkehrern ausgemacht. „Die Jugendlichen entwickeln sich in den vier Monaten deutlich weiter“, sagt Löbe. Dies gelte für das Fachliche, insbesondere aber für die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen. Bis auf wenige Ausnahmen hätte die Ausbildung aller Austauschkandidaten im Anschluss an die Zeit in Portugal einen besonderen Verlauf genommen, so die Beobachtung Löbes. Die Jugendlichen seien selbstbewusster und mobiler, „da stehen dann auf dem beruflichen Weg viele Türen offen“, betont Löbe. Auch der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG hat Gefallen am Austauschprogramm gefunden. Als „zukunftsweisend“ lobte Prof. Dr. Martin Winterkorn die deutsch-portugiesischen Aktivitäten. bb

MEINUNGEN
„Ich will demnächst zu Hause ausziehen, da kann ich in der WG in Portugal schon mal üben, wie das mit der Selbstständigkeit läuft.“
Rouven Kolze (20)
Drittes Ausbildungsjahr Elektroniker für Automatisierungstechnik, Garbsen

„Ich wohne bereits seit zwei Jahren in einer Wohngemeinschaft, vielleicht kann ich hier und da mal einen guten Tipp geben.“
Florian Danks (20)
Zweites Ausbildungsjahr Kfz-Mechatroniker, Hannover

„Ich bin gespannt, wie im Rahmen der Projektarbeit das Teamwork innerhalb unserer Gruppe und die Zusammenarbeit mit den Portugiesen funktioniert.“ Jürgen Brese (21)
Drittes Ausbildungsjahr Industriemechaniker, Celle

Mich reizt vor allem, dass wir sehr viel Erfahrung mit selbstständigem Arbeiten sammeln werden.“
Julian Karyo (19)
Drittes Ausbildungsjahr Werkzeugmechaniker, Schwarmstedt

„Ich denke, dass ich durch den Aufenthalt beruflich was Neues kennenlerne.“ Sebastian Bahlau (21)
Drittes Ausbildungsjahr Industriemechaniker, Burgdorf

„Ich hoffe, dass wir in dieser Zeit viel von den Menschen und der Kultur Portugals kennenlernen.“
Jan Phillip Krummfuß (19)
Drittes Ausbildungsjahr Werkzeugmechaniker, Bad Nenndorf


Sammelten neue Erfahrungen in Portugal: Julian Karyo, Florian Danks, Sebastian Bahlau, Volker Löbe, Leiter Berufliche Bildung (oben von links). Unten von links: Jan Phillip Krummfuß, Rouven Kolze, Dominic Platsch und Jürgen Brese.