Simulation spart Zeit und Kosten: Das Team Simulation und Applikationsentwicklung unterstützt Konstrukteure bei ihrer Arbeit.
Foto: Landmann


Fred Feuersteins Tochter stand Pate

Virtueller Steinschlag: Simulations-Programme unterstützen die Fahrzeug-Entwickler

Wolfsburg – Pebbles heißt bekanntlich die Tochter von Wilma und Fred Feuerstein aus der Kult-Fernsehserie „Flintstones“. Pebbles (auf Deutsch: Kieselsteine) ist aber auch ein Computerprogramm getauft, mit dem man die Wirkung von Steinschlag auf Karosserie und Unterboden von Fahrzeugen simulieren kann. Entwickelt wurde das Programm, das dem Fahrversuch beim Testen neuer Fahrzeuge hilft, vom Team Simulation und Applikationsentwicklung der Systemstelle GOE.

Projektleiter Carsten Carulli demonstriert am Rechner, wie „Pebbles“ funktioniert: Auf dem Bildschirm erscheint die Karosserie eines neuen Modells als dreidimensionales Gerüst. Mit wenigen Mausklicks markiert der studierte Mathematiker die Teile der Außenhaut, die er näher untersuchen möchte. Außerdem speist er den Rechner mit Daten wie Reifengröße und Reifendurchmesser. „Die Steine werden während der Fahrt vom Vorderreifen mitgerissen und prallen dann gegen den Lack“, erläutert Carulli. Der Computer ermittelt aus den Daten Aufprallwinkel und Aufprallwahrscheinlichkeit der Steinchen. Rote Felder zeigen, welche Teile besonders betroffen sind. Was grün markiert wird, ist dem Steinschlag weniger ausgesetzt.


Virtuell geprüft: Der Computer errechnet
die Sichtbereiche des Rückspiegels.


„Pebbles“ ist ein Beispiel für die Arbeit des neunköpfigen Teams um Unterabteilungsleiter Martin Skrczypczek. Die Mitarbeiter entwickeln gemeinsam mit externen Partnern CAD-Applikationen, also Anwendungsprogramme, die die Konstrukteure bei der Entwicklung neuer Modelle unterstützen. „Die Applikationen erlauben es, bereits sehr früh im Entwicklungsprozess Aussagen zur technischen Machbarkeit, der Qualität von Lösungen und deren Verhalten im späteren Betrieb zu machen“, so Skrczyp­czek. „Dies spart Zeit und Kosten.“

Hilfe für die Entwickler

Ein weiteres Beispiel ist ein Programm, das den Entwicklern bei der Auslegung von Wischeranlagen hilft. Projektleiter Thomas Rohwäder, ebenfalls studierter Mathematiker, erklärt, wie aus den Daten der Frontscheibe und der Achsen, an denen die Wischer angebracht werden, die Wischeranlage und der dazugehörige Antrieb simuliert werden. Das Programm errechnet, welchen Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Sichtfelder die Wischer abdecken und welche Kräfte dabei wirken. Auch der benötigte Bauraum wird ermittelt.

Eine andere Anwendung kann aus den Daten der Vorentwicklung des neuen Modells die Sichtbereiche der Rückspiegel bestimmen. Hintergrund: Der Gesetzgeber schreibt auch hier bestimmte Sichtbereiche vor. Dank des Programms müssen diese Bereiche nicht mehr mit einem Prototyp auf dem Prüfstand ermittelt werden, was zeit- und kostenaufwändig wäre. Für die Spiegelauslegung akzeptiert der TÜV die Ergebnisse der Simulation.me


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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