Genussmensch und „Gastrosoph“: Thorsten Sommer.
Foto: Landmann


Ein Hobby à la carte


Thorsten Sommer sammelt Speisekarten aus aller Welt


Manche sind nicht mehr als eine schmuddelige Loseblattsammlung oder eine lieblose Klarsichthüllen-Mappe. Andere sind in Leder oder Leinen gebundene oder gar mit Silber beschlagene Kunstwerke, die perfekt zum Lokal passen: Speisekarten sind so vielfältig wie die Gastronomie selbst. Bestenfalls sind sie die Visitenkarte des Hauses, schlimmstenfalls verdirbt schon ihr Anblick den Appetit. „Ein hochwertiges Restaurant bedeutet nicht automatisch eine hochwertige Karte“, sagt Thorsten Sommer. „Und umgekehrt findet man dort Schmuckstücke, wo man sie überhaupt nicht erwartet.“

Der 40-jährige Wolfsburger, der bei Volkswagen als Programm-Manager Business Intelligence arbeitet, muss es wissen. Seit 20 Jahren sammelt der studierte Informatiker Speisekarten aus aller Welt. Inzwischen umfasst seine Sammlung rund 1200 Exemplare. Außerdem betreibt der Genussmensch und „Gastrosoph“ eine viel gelesene Homepage mit umfassenden Informationen rund um das Thema Speisekarten.

Ursprung einer Leidenschaft

Der Ursprung seiner Sammelleidenschaft liegt im Jahr 1985. Sommer wurde von seiner damaligen Freundin verlassen und startete aus Frust eine Zechtour mit seinen Kumpels. Als Erinnerung an den denkwürdigen Tag nahm er in einem Biercafé in Bückeburg eine Karte mit. „Bis heute mein kostbarstes Stück“, scherzt Sommer. Um es klarzustellen: Natürlich lässt er die Karten nicht einfach mitgehen, sondern fragt höflich beim Restaurantchef nach. Als Dank begutachtet er das Stück auf seiner Homepage.

Von der einfachen Kneipe bis zum Gourmet-Tempel – Sommers Interesse ist umfassend und schließt immer auch die Gastronomie selbst mit ein. Besonders eindrucksvolle Exemplare sind eine mit Sandstein verarbeitete Speisekarte aus Braunschweig oder ein mit Silber beschlagenes Stück aus Puebla in Mexiko. Das Besondere: Sommer, der keinerlei kommerzielle Interessen verfolgt, versieht jede Karte mit einem Zettel, auf dem vermerkt ist, wann und mit wem er das Lokal besucht hat. „Die Karte bekommt so eine persönliche Note.“

Historische Karten sammelt Sommer nicht. Dafür gibt es auf seiner Webseite www.speisekarten-seite.de jede Menge Informationen über die Kulturgeschichte der Menükarte. Dort erfährt man beispielsweise, dass die erste Speisekarte Deutschlands aus Braunschweig stammt. Anlässlich eines Banketts beim Reichstag in Augsburg im Jahr 1555 ließ sich der Braunschweiger Herzog Heinrich vom Küchenchef einen „langen Zedel“ aushändigen, auf dem die Gänge verzeichnet waren. Die Speisekarte war erfunden.me


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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