Große Feier zum 50. Geburtstag: Über 75000 Gäste kamen zum Tag der Offenen Tür ins Werk.
Foto: Fantitsch


Die „Wirtschaftswunder-Boys“ erinnern sich

Über 75000 Gäste besuchten die Jubiläumsfeier im Werk Stöcken / Zeitzeugen machen Mut

Zugegeben, früher kam man leichter an einen Job als heute. So konnte man zum Beispiel im Rahmen der Jubiläumsparty anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Werks Hannover erfahren, dass die Personalabteilung in den ersten Jahren des Standorts Stöcken mit Vorliebe Friseure für die Transporter-Produktion einstellte. „Unsere Meinung war: Wer mit dem Kopf eines Menschen umgehen konnte, der konnte auch Bullis bauen“, erläuterte ein Zeitzeuge die Denkweise der damals Verantwortlichen.

Über 75000 Gäste waren am 11. März zur Feier zu Volkswagen nach Hannover gekommen. Zu den Höhepunkten der gehörten die Interviews mit Zeitzeugen aus 50 Jahren Werksgeschichte. Moderator Helmut Müller sprach unter anderem mit dem bereits zu Lebzeiten legendären Entwickler des T2, Gustav Mayer (Foto), in Hannover und Wolfsburg auch liebevoll „Transporter-Mayer“ oder „Sahara-Mayer“ genannt.



Der 1925 geborene Mayer erinnerte sich und das Publikum an die Pionierzeit der Transporter-Fertigung in Hannover. Zu Testzwecken weilte Gustav Mayer übrigens insgesamt acht Mal in der Sahara – ohne dass ihn einer seiner VW-Busse jemals ernsthaft im Stich gelassen hätte. „Die alten Motoren ließen sich immer irgendwie reparieren“, so Mayer. Und von Sand im Getriebe konnte bei den Bullis sowieso zu keiner Zeit die Rede sein.

Niemals Sand im Getriebe

Neben Mayer kamen weitere Vertreter der „Wirtschaftswunder-Boys“ aus den Gründerjahren zu Wort, so auch Bulli-Veteran Karl Nachbar, der wesentlich verantwortlich für die Entwicklung des T4 zeichnete und damit sozusagen Nachfolger von Gustav Mayer war. Sie alle sind Teil einer einzigartigen Erfolgsgeschichte, und indem sie an diesem Tag auf viele Jahre ihres Schaffens zurückblickten, machten sie ihren aktiven Kollegen zugleich Mut für die eigene Zukunft und die Zukunft des Standorts Hannover. bb


zeitreise in 60 minuten
Eigentlich, sagt Norbert Vander (Foto), hätte man für die Herstellung eines solchen Films gut sechs Monate gebraucht. Dass der Jubiläumsfilm zum 50-jährigen Bestehen des Werks Hannover dann doch innerhalb von rund zwei Monaten realisiert wurde, spricht für die Routine des Düsseldorfer Regisseurs und – wie Vander betont – für die Kooperationsbereitschaft aller Mitarbeiter. „Die Evolution einer Idee“, so der Titel des Films, ist als Zeitreise durch 50 Jahre Volkswagen in Hannover angelegt. Eine zehnminütige Kurzfassung des Films feierte auf der VWN-Jubiläumsfeier ihre Premiere, die Langfassung wurde einen Tag später in einem hannoverschen Kino der Öffentlichkeit vorgestellt.

Vander kombiniert historische Aufnahmen aus der Anfangszeit des Standorts mit Aussagen von Zeitzeugen. Zu Wort kommen viele Ehemalige, darunter Betriebsratschef Gerhard Mogwitz, Personalchef Richard Dunkel und Planungsleiter Erwin Kluck. Rund ein Drittel des Films besteht aus zuvor unveröffentlichtem Archivmaterial. Sechs Tage drehte der 45-jährige Regisseur vor Ort in Hannover. Von der Atmosphäre in dieser Zeit ist Vander restlos begeistert: „Wir hatten richtig Zeitdruck, es war eigentlich kaum zu schaffen, aber dann haben an den Linien alle Beteiligten phantastisch mitgearbeitet, so was habe ich noch nicht erlebt.“
Trotz des engen Zeitplans – die Produktion wurde schließlich doch noch rechtzeitig zur Party fertig. Der Film wird auf den Festivals von Cannes und New York im Wettbewerb laufen. Eine DVD mit der 60-minütigen Originalfassung von Vanders Film ist demnächst im Besucherdienst des Werks Hannover erhältlich. bb
 
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