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Seit 1941 gibt es das kommunale Krankenhaus Wolfsburg / Top in Sachen Prävention, Pflege und Wirtschaftlichkeit
Mit einem Festakt und einem Aktionstag feierte das Klinikum Wolfsburg Ende März seinen 70. Geburtstag. Was 1941 zum „Zwecke der Erhaltung der Gesundheit im Rahmen der Gesundheitsfürsorge für die gesamte Bevölkerung am Orte“ in zwölf Holzbaracken an der Reislinger Straße errichtet wurde, ist heute eines der größten und modernsten Krankenhäuser Niedersachsens.


Gute Zusammenarbeit: Die Zentrale Notfallaufnahme des Klinikums ist erster Ansprechpartner für die klinische Notfallversorung von Patienten aus dem Volkswagen Werk. Dr. Fabian Houchangnia, Leitender Werksarzt Standort Wolfsburg, Dr. Bernadett Erdmann und Rettungsassistent Torsten Zelmer bei einem der regelmäßigen Treffen.
Foto: MultimediaCentrum /Leitzke

120 Betten zählte das Stadtkrankenhaus der „Stadt des KdF-Wagens“ in seinen Anfängen, 12 000 Menschen lebten damals in der Stadt. Was wenigen bekannt ist: Zwischen Mai 1944 und Juni 1945 war das Stadtkrankenhaus an das Volkswagen Werk verpachtet.

Noch heute besteht eine enge Bindung. Schon deshalb, weil das Klinikum natürlich erster Ansprechpartner für das Gesundheitswesen im Werk Wolfsburg ist, was die klinische Notfallversorgung betrifft. Werksärzte und Rettungsassistenten arbeiten eng mit ihren Kollegen im Klinikum zusammen, 196 Mal fuhren sie im vergangenen Jahr Patienten zur Zentralen Notfallaufnahme. Dr. Bernadett Erdmann ist Leitende Ärztin der Zentralen Notfall­aufnahme. Sie erläutert: „Wir haben im März damit begonnen, ein neues Einschätzungsverfahren zu etablieren. Nach den international anerkannten Richtlinien des ‚Manchester Triage System‘ werden alle Patienten entsprechend ihrer geschilderten Beschwerden in eine Behandlungskategorie eingestuft und erhalten unmittelbar erforderliche Erstmaßnahmen und eine zielgerichtete Notfallversorgung. Wir erhoffen uns daher eine höhere Transparenz bezüglich der Wartezeiten sowie eine Erhöhung der Patientensicherheit.“

In den vergangenen 70 Jahren wurde kontinuierlich aus- und umgebaut. Heute stehen dreizehn hochspezialisierte Kliniken, drei Krebszentren und die sogenannte Chest-Pain-Unit, die eine schnellstmögliche qualifizierte Versorgung von Patienten mit Herzschmerzen ermöglicht, den Patienten aus Stadt und Region zur Verfügung. 28 300 Menschen wurden im vergangenen Jahr im Klinikum versorgt. Und die dürfen sich in den 626 stationären Betten gut aufgehoben fühlen: Wolfsburg ist beispielsweise regionales Traumazentrum nach den Richtlinien der deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie im Klinikum. Eine weitere Besonderheit: Die Spezialversorgung für sehr früh geborene Babys (Level I) ist sichergestellt. Und die Angebote von Kinderpsychosomatik, Kinderonkologie und die Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Entwicklungsdiagnostik und Sozialpädiatrie (ZEUS) gibt es in dieser Kombination nur in wenigen deutschen Kliniken. Zudem gibt es eine enge Vernetzung zu den niedergelassenen Ärzten, mit denen gemeinsam medizinische Versorgungszentren geschaffen wurden. Immer wieder wird auch geprüft: „Qualitätsmanagement, Audits und Zertifizierungen sind heute für uns ganz normal“, betont Dr. Akhil Chandra, der die Leitung des strategischen Medizin-Controllings in Wolfsburg übernommen hat.


Einladend: Der Eingangsbereich des modernen Klinikums.

Und auch nach 70 Jahren Erfolgsgeschichte gibt es keinen Stillstand in Wolfsburg: Es wird weiter gebaut und saniert. So soll ein neues Ambulanzzentrum entstehen. mh


STIMMEN

Klaus Mohrs, Erster Stadtrat: „Das Klinikum der Stadt Wolfsburg ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Kliniken in kommunaler Trägerschaft kontinuierlichen wirtschaftlichen Erfolg haben können, ohne das Leistungsangebot für die Patientinnen und Patienten einschränken zu müssen. Auch wegen dieses umfassenden Leistungsspektrums sind wir die erste Anlaufstelle für Notfälle aus dem Volkswagen Werk.“


 


 

Dr. Rainer Göldner, Leiter des Zentralen Gesundheitswesen der Volkswagen AG: „Das Klinikum der Stadt Wolfsburg ist seit Jahrzehnten für Volkswagen und insbesondere für uns als Gesundheitswesen von Volkswagen ein zuverlässiger und kompetenter Partner, auf den wir uns in jeder Hinsicht verlassen können. Insbesondere ist das Klinikum unser erster Ansprechpartner bei der klinischen Notfallversorgung. Deshalb begrüßen wir, dass das Klinikum Wolfsburg sein Leistungsspektrum konsequent und nachhaltig ausgebaut hat und weiter ausbauen wird.“

Oberbürgermeister Rolf Schnellecke: „Die Weiterentwicklung unseres Wolfsburger Klinikums orientiert sich stets an den Bedarfen der Patientinnen und Patienten. Wir werden dafür Sorge tragen, dass den Mitarbeitern der Volkswagen AG und den Wolfsburger Bürgern auch weiterhin medizinische Versorgung auf höchstem Niveau zur Verfügung steht.“


 


 

Prof. Dr. K. Ulrich Petry, Ärztlicher Direktor des Klinkum Wolfsburg: „Vielen Menschen im Raum Wolfsburg ist gar nicht bewusst, wie nachhaltig sich das ehemalige Stadtkrankenhaus auch nach dem Umzug auf den Klieversberg entwickelt hat. Wir bieten nicht nur Kranken aus der Region maximale Versorgung, sondern ziehen in unseren Schwerpunkten Patienten aus ganz Deutschland an und sind in bestimmten Forschungsbereichen führend. Wolfsburg bietet auch im Bereich Gesundheit Standortvorteile. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten, ambulanten Einrichtungen und dem VW-Gesundheitsdienst eine vorbildliche Gesundheitsregion zu entwickeln.“