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Die erste Anlage zur Gewinnung von synthetischem Biokraftstoff ist in Betrieb gegangen
Wichtiger Meilenstein in Sachen Klimaschutz: Im sächsischen Freiberg ist kürzlich die weltweit erste kommerzielle Anlage zur Gewinnung von synthetischem Biokraftstoff (BTL „Biomass to Liquid) in Betrieb gegangen. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt, Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, und Vertreter der Unternehmen Shell und Daimler nahmen dies zum Anlass, die Firma Choren Industries GmbH zu besichtigen.

Beim Rundgang: Angela Merkel, Tom Blades und Martin Winterkorn (vorne v.l.). Foto: Choren

Die neue Anlage wird jährlich rund 18 Millionen Liter Biokraftstoff der zweiten Generation herstellen. Damit kann nach Angaben von Choren der Kraftstoffbedarf von 15000 Fahrzeugen jährlich gedeckt werden. Volkswagen ist seit Herbst 2007 am Unternehmen Choren beteiligt.
BTL spiele eine Schlüsselrolle zur Erreichung der Klimaziele im Straßenverkehr, betonte Choren-Geschäftsführer Tom Blades. Dafür werde weniger als ein Drittel der landwirtschaftlichen Fläche wie zur Produktion der gleichen Menge Biodiesel benötigt. „Damit stehen wir nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion“, unterstrich er. Als Rohstoff wird unter anderem Waldrestholz und Altholz eingesetzt. BTL verringert, verglichen mit herkömmlichem Diesel, die CO2-Belastung um bis zu 90 Prozent.

Angela Merkel wies darauf hin, dass Fortschritte im Klimaschutz möglich seien, wenn Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenarbeiteten. Die Anlage von Choren sei hierfür ein gutes Beispiel. „Wir wollen weg vom Öl und hin zu regenerativen Energiequellen mit positiven Nebenwirkungen. Bio­kraftstoffe der zweiten Generation können uns hierbei helfen“, betonte Winterkorn. „Deshalb fordert und fördert Volkswagen seit langem Biokraftstoffe der zweiten Generation, die eine hervorragende Umweltbilanz aufweisen, dem Motor zur optimalen Verbrennung verhelfen und keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion darstellen.“ me