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Interview mit Autostadt-Geschäftsführer Otto Ferdinand Wachs zum Geburtstag der Autostadt


 

Zehn Jahre Erfolgsstory verzeichnet die Autostadt in diesem Jahr. Woran erinnern Sie sich am besten, wenn Sie heute an den Eröffnungstag zurück denken?

Gerne erinnere ich mich – nach der intensiven Projekt- und Bauphase – daran, als unsere ersten Gäste am 1. Juni 2000 voller Neugierde und Wissensdurst in den Park strömten. Da wurde mir so richtig bewusst, dass diese Vision nun für viele Menschen real erlebbar ist. Ähnliches beobachte ich auch heute noch oft auf der Piazza: Die große Neugierde unserer Besucher auf die Autostadt ist geblieben.

Die Autostadt war damals wie heute weltweit einzigartig. Was gab Ihnen die Sicherheit, dass dieses Konzept aufgehen würde?

Die Schaffung eines vollkommen neuartigen Kommunikationsinstruments und die Öffnung der Automobilindustrie in den Freizeitsektor hinein war zur Jahrtausendwende eine mutige Entscheidung. Kalkulierten wir damals zu Projektbeginn mit einer Million Gästen pro Jahr, hat uns der kontinuierliche Erfolg mit jährlich zwei Millionen Besuchern aufgezeigt, dass wir mit unseren Attraktionen auf dem richtigen Weg sind.

Die Besucher erwarten Erlebnisse rund um das Thema Mobilität. Was macht die Autostadt aus Ihrer Sicht besonders attraktiv?

Unsere Besucher wissen, dass sich die Autostadt immer wieder neu erfindet. In den vielen Erlebnisattraktionen und der inszenatorischen Komplexität gibt es darüber hinaus für Menschen aller Altersklassen unzählige Anknüpfungspunkte, sich mit dem Thema der „menschlichen „Mobilität“ auseinanderzusetzen.

Gibt es etwas, worauf Sie besonders stolz sind?

Es freut mich besonders, dass es gelungen ist, in Wolfsburg, am Hauptsitz unseres Weltkonzerns, eine neue und nachhaltige Service- und Dienstleistungsqualität zu verankern.

Autostadt-Geschäftsführer Otto F. Wachs

Das ist auch ein Erfolg unserer engagierten Belegschaft, die 363 Tage im Jahr daran arbeiten, jedem Besucher persönlich „seinen“ schönen Aufenthalt in der Autostadt zu bereiten.



Eröffnung am 31. Mai 2000: (v.l.) Ministerpräsident Sigmar Gabriel, Ferdinand Piëch, Bundeskanzler Gerhard Schröder, Robert Büchelhofer und Otto Ferdinand Wachs.

Die Autostadt hat sich in den vergangenen Jahren vor allem auch als Lernort etabliert. Warum dieses große Engagement auf dem Bildungssektor?

Weil Bildung das wichtigste Kapital unserer Gesellschaft für die Zukunft ist, haben wir nach den ersten Jahren als automobiler Freizeit- und Erlebnispark die inhaltliche Ausbildung auch zum Kultur- und Bildungsort vorangetrieben. Wir wollen hiermit ein Zeichen der unternehmerischen Verantwortung für diese Themen setzen. Wir sind mittlerweile der größte staatlich anerkannte Lernort Deutschlands außerhalb der Schulen. Über 200000 pädagogische Besucher – überwiegend Schulklassen mit ihren Lehrern – kamen allein 2009. Dieser große Zuspruch erklärt sich ebenfalls aus unserer besonderen Art der Inszenierung.

Was würden Sie neuen Gästen bei ihrem ersten Besuch in der Autostadt unbedingt empfehlen?

Das ZeitHaus – zeitlos schön. Unser Premium Clubhouse und die Nachhaltigkeitsausstellung „Level Green“ im KonzernForum und natürlich einen Pavillon ihres persönlichen Interesses.

Demnächst werden elf Marken unter dem Volkswagen Dach zu Hause sein. Werden in der Autostadt schon die nächsten Pavillons geplant?

Die TurmFahrt ist nur eine von vielen Attraktionen.

Die Autostadt hat sich als aktives Marketinginstrument seit Eröffnung immer an den Entwicklungen des Konzerns, seiner Marken sowie deren Werten und Markenleitbildern orientiert. Hieran werden wir festhalten – lassen Sie sich wie unsere Gäste überraschen…

Noch nach zehn Jahren schafft es die ­Autostadt, sich immer wieder selbst zu überbieten. Gibt es ein Erfolgsgeheimnis?

Unsere Marktforschung macht deutlich, dass es uns gelingt, durch unsere genaue Beobachtung der gesellschaftlichen Trends und die Berücksichtigung der Wünsche und Anregungen unserer Gäste, bei vielen Themen die lebensweltliche Relevanz herzustellen. Gemäß unserem Leitsatz „Menschen, Autos und was sie bewegt“ regen wir unsere Besucher an, machen sie immer wieder neugierig auf unsere Aktivitäten.


Neben den Simple Minds (2009) rockten zahlreiche internationale Gruppen und Sänger in der Autostadt.

Die Erfahrung zeigt: Ruhiger wird es nie… Wohin geht’s mit der Autostadt?

Wir orientieren uns stärker in Richtung Asien. Die westlichen Komponenten, die sich an Amerika ausrichteten, werden eher abnehmen. Die kulturellen europäischen Reize werden bleiben. Wir denken gerade über „understanding Asia“ nach: Wie geht man dort im Gemeinwesen miteinander um? Wie steht es um die Mobilität in diesen Ländern? Welchen Wert hat dort die Individualität? Wie sind dort die Bezüge in den Lebenswelten der Menschen? Damit werden auch wir den Blick verstärkt in diese Region lenken.

Vervollständigen Sie diesen Satz: Wenn die Autostadt 20 Jahre alt wird, dann möchte ich…

…, dass die Autostadt weiter der „Vorzeigeort“ menschlicher Mobilität ist. Und dass sie sich inhaltlich orientiert an der Fragestellung, wie sich diese Mobilität zukünftig entwickelt, sich Konsumverhalten ändert und wie ein innovativer Konzern wie Volkswagen darauf reagiert. Auch in den nächsten zehn Jahren wird es Herausforderung bleiben, die wesentlichen Entwicklungen frühzeitig aufzugreifen und unseren – alten und neuen – Gästen präsent zu machen.


FOTOSTRECKE


Die „Meilensteine der Automobilität“ im ZeitHaus locken auch Betriebsratschef Bernd Osterloh (l.) in das besucherstärkste Automuseum der Welt.


Drachenbootrennen, Movimentos Festwochen oder die Inszenierungen aus Kunst und Kultur werden von Zehntausenden besucht.

Volkswagen Konzernvorstand Martin Winterkorn übergab im weltweit größten Fahrzeugauslieferungszentrum, dem KundenCenter, das einmillionste Fahrzeug.


Die Winter- und Sommerinszenierungen sowie besondere Erlebnisse zu allen Jahreszeiten.


Events wie der „Mondo Club“ sorgten für internationale Berühmtheit als Party-Location.

13 Restaurants mit ökologischen Speisen und Drei-Sterne-Koch Sven Elverfeld sorgen für höchsten Genuss.


Angebote für jedes Alter garantieren lebenslanges Lernen.