HomeILoginIHilfeIDialog
autogramm
Titel
Schrift:schrift_plusschrift_minus
Neues Qualifizierungsprogramm – Meisternachwuchs verbringt Tag in der Autostadt
Erst huscht ein Lächeln über das Gesicht von Meisternachwuchskandidat Frank Schulz, dann nickt er. „Möchtest Du noch einmal fahren?“, hat ihn Uwe Buschendorf gefragt, Mitarbeiter in der Fahrzeugvorbereitung der Autostadt. „Klar, gern“, antwortet Schulz – und steuert stolz den weißen up! in die Fahrzeughalle. Dort werden Kunden den Wagen wenige Minuten später abholen.


Hand angelegt: Frank Schulz säubert die Scheiben im up!
Fotos: MultimediaCentrum / Landmann

Schulz ist einer von fünf Meisternachwuchskandidaten, die eine Premiere erleben: Sie durchlaufen ein neues Qualifizierungsprogramm von Volkswagen am Standort Wolfsburg, das zunächst für die Bereiche Fahrzeugbau und Qualitätssicherung gilt und von August an auf den Bereich Komponente erweitert wird. Die Meister in spe verbringen einen Tag im Kundencenter der Autostadt, um zu sehen, wie die Fahrzeuge für die Auslieferung vorbereitet werden. Außerdem sollen die Meisternachwuchskandidaten die Fahrzeugübergabe erleben – jenen emotionalen Moment, in dem die Neuwagenbesitzer ihr Wunschfahrzeug in Empfang nehmen.
„Die Meisternachwuchskandidaten sollen im direkten Kundenkontakt Serviceorientierung erleben“, erklärt Katrin Bone, Kundenreferentin der Autostadt, das Ziel des Programms. Marco Stypmann, Assistent der Leitung der Fertigung I, ergänzt: „Wir wollen für das Thema Qualität sensibilisieren.“

Frank Schulz und seine Kollegen Bianca Bock, Thomas Nagler, Francesco Falsone und Andre Wiesner bilden die erste Gruppe, die den neuen Qualifizierungs-Baustein absolviert. Rene Porsch und Alexander Schoon aus der Fahrzeugvorbereitung der Autostadt zeigen ihnen zunächst die Schleuse, in der die Fahrzeuge aus den Autotürmen ankommen. In der Qualitätskontrolle packt der Meisternachwuchs dann selbst mit an. Uwe Wudi aus der Fahrzeugvorbereitung der Autostadt zeigt Wiesner, wo er die Kennzeichen findet, und gibt Tipps, wie er diese auch genau in der Mitte anbringt. Potenzielle Beanstandungen, die beide beim Inspizieren eines schwarzen Passats entdecken, vermerken sie auf einer Wagenbegleitkarte. Porsch kommt hinzu und verrät: „Wichtig ist, wie ich mich zum Auto stelle. Man muss dabei auch mit dem Licht spielen.“
Einige Boxen weiter polieren Schulz und Buschendorf den Lack des weißen up! Buschendorf betont: „Der erste Eindruck zählt.“ Aus diesem Grund müssen die Scheiben sauber und die Sitze gleichmäßig nach hinten gestellt sein. Klebe- und Wachsreste? Sie haben nichts am Auto zu suchen wie auch nicht im Innern Risse in den Nähten der Sitze. All das kontrollieren die Männer. Beanstandungen haben sie nicht. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man das Fahrzeug auf seinen Stellplatz fährt und draußen schon den Kunden sieht, der darauf wartet“, sagt Schulz: „Man ist dann ein wenig stolz.“
Wie stolz die Kunden während der Fahrzeugübergabe sind, erlebt Bianca Bock hautnah mit. Die Meisternachwuchskraft aus der Elektroinstandhaltung Presswerk ist dabei, als Autostadt-Kundenbetreuerin Melanie Wendland einen roten Polo Style an Friedel Hermann übergibt und für die Frau aus Thüringen und ihre beiden Begleiter ein Erinnerungsfoto schießt. „Die Emotionen der Menschen mitzubekommen und zu hören, wie ihnen ihr neues Fahrzeug erklärt wird, ist sehr interessant“, sagt Bianca Bock. Sie resümiert: „Der Blick hinter die Kulissen ist faszinierend.“ mro

INFO

Das Programm „Qualifizierung der Meisternachwuchskandidaten in der Autostadt“ ist eine Ableitung aus dem Konzept „Aus Liebe zum Detail“. Umgesetzt haben es Fertigungsleitung, Personalabteilung und Autostadt. Das Fazit der Organisatoren: „Ein sehr gelunges Programm.“ Thomas Nagler aus dem Presswerk I und einer der ersten Teilnehmer, lobt: „Dieser Tag ist sehr gut, um zu verstehen, wie die anderen Bereiche ticken.“


Fahrzeugübergabe in der Autostadt: Bianca Bock (links) ist dabei, als Autostadt-Mitarbeiterin Melanie Wendland (Mitte) der Kundin Friedel Hermann das Navigationsgerät im Polo erklärt.