Baubeginn: Erster Spatenstich 1969.


Mit dem K 70 fing alles an


Der lange Weg zum Motoren-Leitwerk / Standortgeschichte

Salzgitter – Wie kaum ein zweiter Standort verkörpert das Werk Salzgitter den Volkswagen-Konzernverbund: Die Idee, die bei NSU entwickelte Limousine K 70 als Volkswagen auf den Markt zu bringen, steht in engem Zusammenhang mit der Einbindung der NSU Motorenwerke AG in den Volkswagen-Konzern. Am 1. Juli 1970 lief der K 70, dem das Werk Salzgitter seine Existenz verdankt, in der gerade errichteten Halle 2 an. Der Beginn einer wechselvollen Geschichte. Hier ein kurzer Abriss.

3. April 1969: Volkswagen kauft von der Salzgitter AG eine Fläche von insgesamt 2,7 Millionen Quadratmetern für den Neubau. Die geplante Fabrik soll für eine Tagesfertigung von 500 Fahrzeugen und 1000 Motoren sowie eine Startbelegschaft von 3000 Beschäftigten ausgelegt sein.

Mai 1969: Baubeginn. Die zweigeschossigen Fabrikhallen haben eine Grundfläche von gut 151000 Quadratmetern.

Juli 1970: Mit dem Bandanlauf des K70 beginnt die Fahrzeugfertigung. Das erste frontgetriebene Modell mit VW-Zeichen begründet die neue Ära der wassergekühlten Motoren. Später belegen der VW 412 und der Passat die freien Montagekapazitäten.

17. Dezember 1970: Erste Betriebsversammlung im neuen Werk. Bis Ende 1970 wirbt das Personalwesen 5000 Beschäftigte an, darunter 485 Gehaltsempfänger.

Januar 1971: Das Werk liefert die ersten Motoren für den Audi 100, das damalige Flagschiff der Ingolstädter. Auch den 1973 eingeführten Passat, die beiden 1974 in Produktion gehenden Modelle Golf und Scirocco sowie den 1975 startenden Polo bringen Motoren aus Salzgitter auf Touren.


Gruppenbild mit Auto: 1973 feierte die Belegschaft den 200000. K 70 (links).
Maßarbeit mit Kurbelwelle: Das Foto stammt aus dem Jahr 1977 (rechts).

26. Juni 1975: Der Fahrzeugbau in Salzgitter wird eingestellt. Ein mit schwarzen Kreuzen als Trauersymbol versehener gelber Passat läuft als letztes Fahrzeug in Salzgitter vom Band. Der Standort wandelt sich zum Motorenwerk. Insgesamt ist das erste Jahrzehnt von einem ständigen Auf und Ab geprägt. Einstellungen und Kurzarbeit wechseln sich ab.

1980: Der millionste Dieselmotor wird gefeiert. Salzgitter ist inzwischen das Motorenleitwerk für wassergekühlte Motoren.

1988: Bau der Halle 3. Sie soll die mechanische Fertigung von Zylinderköpfen, Kurbelwellen und Pleuel aufnehmen. Im gleichen Jahr werden die Cost-Center als selbstständige Bereiche gegründet.

1991: Der Siegeszug der TDI-Technologie beginnt in Salzgitter. Die Technik verhilft dem verbrauchsarmen Dieselaggregat durch Direkteinspritzung zu noch mehr Leistung.

1998: Das Werk wird in eine Business Unit umgewandelt und besitzt damit eigene unternehmerische Verantwortung. Es kann als externer Marktanbieter auftreten und ist für das Gesamtbudget verantwortlich.

1999: Der Beginn der Fertigung von Pumpe-Düse-Motoren markiert einen weiteren Innovationssprung.

2000: Der erste W8-Motor geht in Produktion.

2002: „Pro Salzgitter“ startet, ein Konzept zur Programm- und Personalplanung.

2004: In der Pilothalle werden die ersten W16-Motoren für den Bugatti Veyron gebaut. -me-/-tgr-


Hightech: Ein Blick in die
W-Motorenfertigung.

INFO:
Wer noch mehr über die Standortgeschichte wissen möchte, kann im Buch von Andrea Eckardt nachschlagen (Diskutieren, Streiten, Mitgestalten. 30 Jahre Kampf um Arbeit im weltgrößten Motorenwerk Salzgitter; VSA-Verlag Hamburg; ISBN 3-89965-026-3.) Weitere Informationen gibt es auch in der aktuellen Standortbroschüre „HerzStücke“.




Nur wer mitmacht, kann gewinnen

Neues zum Aktienoptionsplan
lesen Sie hierzu mehr...

Volle Ladung

Der neue Passat Variant
lesen Sie hierzu mehr...

„Wir bleiben am Ball“

15 Jahre Frauenförderung
lesen Sie hierzu mehr...

Botschafterin des Konzerns

Die Autostadt feiert fünften Geburtstag
lesen Sie hierzu mehr...

Schwarzglänzendes Leichtgewicht

Leichtbau im Fahrzeug
lesen Sie hierzu mehr...
Fit für den Arbeitsplatz

Neues Rehabilitationszentrum in Emden
lesen Sie hierzu mehr...
Riesenparty im Motorenwerk

Tag der offenen Tür im Werk Salzgitter
lesen Sie hierzu mehr...
Transporter für Tabaluga

„autogramm“-Gewinner trafen Peter Maffay
lesen Sie hierzu mehr...
Im Touareg über den Wolken

Höhenrekord in Südamerika
lesen Sie hierzu mehr...