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Chinesische Regierung setzt erstmals ausländisches Expertengremium ein
Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn gehört zu einem internationalen Kreis von 14 Top-Beratern, der Chinas Ministerpräsidenten Li Keqiang berät. Vor wenigen Tagen trafen sich der chinesische Regierungschef und sein ausländischer Beraterstab in Peking.

Einer von 14 Top-Beratern: Der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang.

Als einziger deutscher Manager gehört Martin Winterkorn zum so genannten Global CEO Advisory Council, das Chinas Regierung ins Leben gerufen hat. In dem Top-Gremium sitzen unter anderem auch General-Electric-Chef Jeffrey Immelt, Disney-Boss Robert Iger und der französische Carrefour-Chef Georges Plassat. Auch BHP Billiton, größter Minenbetreiber der Welt, sowie die britische Standard Chartered Bank sind beratend dabei, melden verschiedene Medien.
Die chinesische Regierung setzt damit erstmals ein ausländisches Expertengremium ein, um Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der industriellen Entwicklung zu diskutieren. Bisher hatte Peking sich zwar auch von ausländischen Managern Rat geholt, allerdings eher in Einzelgesprächen. Der neue Beraterstab, der sich einmal jährlich treffen soll, ist das erste, fest eingerichtete Gremium dieser Art.

„Ein Thema, das wir diskutiert haben, war Chinas Strategie, seine zentralen und westlichen Regionen zu entwickeln“, sagte Winterkorn. Volkswagen unterstütze den Kurs mit einer neuen Fabrik in Changsha und seiner Go-West-Strategie, bei der demnächst ein Werk in Urumqi (Xinjiang Provinz) eröffnet werden soll. Der neue Beraterstab aus aller Welt bedeute auch eine weitere Öffnung unter der neuen chinesischen Regierung. Li Keqiang hatte erst im März das Amt des Regierungschefs in Peking von Wen Jiabao übernommen.
Die Volksrepublik China ist der größte Absatzmarkt des Volkswagen Konzerns. Die beiden Gemeinschaftsunternehmen Shanghai-Volkswagen SVW und FAW-Volkswagen mit insgesamt rund 70 000 Beschäftigten produzieren an zahlreichen Standorten Fahrzeuge, Getriebe, Fahrwerke und Motoren. Seinen Erfolgskurs in China will der Konzern auch in Zukunft fortsetzen: Mit Gesamtinvestitionen von insgesamt 9,8 Milliarden Euro bis 2015 soll das Engagement in der Volksrepublik deutlich ausgebaut werden. Der Volkswagen Konzern hat mehrere neue Werke in China angekündigt.