HomeILoginIHilfeIDialog
autogramm
Titel
Schrift:schrift_plusschrift_minus
Der Jetta Hybrid überzeugt im Berufsalltag / „autogramm“ fuhr die sportliche Limousine über 1378 Kilometer mit 5,1 l/100 km

Weniger ist mehr: Im Berufsalltag beweist die Spritsparlimousine, wie wirtschaftlich und verbrauchsarm sie ist.

Wenn du dieses Auto fährst und Kinder auf der Rückbank sitzen, brauchst du keine CDs mehr. Weder die mit den Liedern aus der Mini-Disko noch die mit den Star-Wars-The-Clone-Wars-Geschichten.
Wir fahren einen Jetta Hybrid zweieinhalb Wochen zur Probe und testen ihn auch auf Alltagstauglichkeit. Nicht falsch denken, bitte! Wir, die „autogramm“-Redakteure, beide um die 40, hören nicht mehr Lieder vom Äffchen Koko oder Geschichten über die Jedi-Ritter. Die sind für die Kinder, aber die zeigen sich einzig und allein beeindruckt vom Fahrzeug. Da bezeichnen sie dich sogar als „cool“, obwohl du sie gestern noch – wie fies! – dazu gebracht hast, für die Mathe-Arbeit zu üben. Und, ja, sie werden das gleich den Klassenkameraden erzählen – das mit dem tollen kleinen Bildschirm.

Der Erstklässler meint das Display des Multimediasystems. Es zeigt an, wie wir in unserem Jetta Hybrid aktuell angetrieben werden: elektrisch oder vom Verbrennungsmotor. Wir sehen auch, wenn die Batterie sich beim Dahingleiten auflädt. Dann sind hellgrüne Schleifen zu erkennen, und der Siebenjährige fragt: „Papa, was passiert da jetzt?“ Wir erklären ihm in einfachen Worten die „Energieflussanzeige“. Später, als wir den Ranzen aus dem Kofferraum holen, zeigen wir dem Kleinen noch, wo die Batterie sitzt: hinter seiner Rückbank. Es scheint, er hat in groben Zügen begriffen, wie so ein Hybrid funktioniert. Sachkunde-Unterricht vor dem ersten Klingeln. Wenn das nichts ist.


Der Blick ins Innere: Das Antriebsmodul aus Benzin- und Elektromotor befindet sich unter der Motorhaube. Die Energie für diese Motorenallianz liefert eine Lithium-Ionen-Batterie hinter der Rückbank.

 

Dem Jungen also gefällt’s. Und uns? Wie fährt sich der Antrieb der Zukunft? Im Pendelverkehr zwischen Wolfsburg und Braunschweig testen wir die kompakte Limousine mit Parallelhybrid Tag um Tag auf einer Strecke von rund 32 Kilometern und schließlich auf einer Langstrecke gen Süden nach Heidelberg.
Zunächst einmal: Du merkst nicht, dass du in einem Jetta Hybrid sitzt. Nur der Kühlergrill und die blauen Schriftzüge an Kotflügeln und Heck zeugen davon, dass unser tornadoroter Wagen ein neuer Spross der Jetta-Familie ist.

Das Herzstück unseres Test-fahrzeugs ist eine umweltfreundliche Motoren-Allianz: Ein 1,4-Liter TSI-Benziner mit 150 PS und einem E-Motor wie im XL1, der es auf 27 PS bringt. So kommt ein stattlicher Vortrieb zustande, der den Hybriden zügig auf Touren bringt.
Hoppla! Der erste Tritt auf das Gaspedal im Parkhaus in Fallersleben lässt uns auf Anhieb ahnen, was unter dieser Haube steckt. Als wir 300 Meter weiter an einer Ampel sanft starten, schnurrt der Jetta lautlos und zügig los. Und als der Fuß auf der Autobahnauffahrt Fallersleben-West richtig auf das Pedal steigt, entfaltet der Jetta voll seinen kernigen Vortrieb. Selbst Freunde des Kick-Downs – einer sitzt am Steuer – spüren auf der A 39 sofort die enge Verbindung von Sparsamkeit und Sport. Denn dieser Hybrid ist in der Lage, in 8,6 Sekunden auf 100 km/h zu sprinten und schafft in der Spitze 210 km/h.


Spielerisch ist in der „Energieflussanzeige“ im Display zu erkennen, wie man fährt: Oben mit Verbrennungsmotor. In der Mitte ist das Laden der Batterie durch Rekuperation zu sehen und unten der rein elektrische Antrieb.

 

Das ist nicht alles. Wir freuen uns wie Kinder über weitere Überraschungen, die unser roter Gleiter bereithält: Wenn er im Leerlauf bei Geschwindigkeiten bis zu 135 km/h rollt, dann spart er. Wir „segeln“ also nach Braunschweig. Faszinierend! Die Tugend des Segelns bewährt sich besonders auf unserer Test-Langstrecke in den Kasseler Bergen. Die Steigungen sind ein Kinderspiel für die beiden Motoren. Und die Elektronik schaltet den Motor immer ab, wenn der Fahrer vom Gas geht. Dann gleitet der Hybrid minutenlang und verbraucht keine Energie. Müssen wir bremsen, liefert der Motor als Generator Kraft an die Batterie. So wird das Bremsen zur aktiven Ladephase und trägt zu unserer Freude dazu bei, die Reichweite der Batterie zu erhöhen – alles zu beobachten im Display.

Dieses gegenseitige Geben und Nehmen ist auch der Schlüssel zur Verbrauchssenkung besonders bei Stop-and-go im Stadtverkehr in Braunschweig. Bis zu 30 Prozent weniger sind möglich durch das Motor-Wechselspiel, die Start-Stop-Funktion und durch die Rekuperation, also das Energiegewinnen beim Bremsen. Wir lernen rasch, diese Klaviatur der Hybridtechnik zu spielen. Das A und O ist vorausschauendes Fahren. Wenn eine rote Ampel in Sicht ist, bremsen wir nicht, sondern rollen, damit die Batterie sich auflädt. Wir lernen schnell. Ratsam im dichten Verkehr ist auch ein sanfter Umgang mit dem Gaspedal. Das Display in der Mittelkonsole hilft uns. Die „Energieflussanzeige“ zeigt an, woher diese kommt und wohin sie geht.
Wann immer möglich, nutzt der Jetta den E-Motor als einzige Antriebsquelle. Dann erscheint im Display ein Verbrauch von „0,0 l/100 km”. 0,0 – wir können es kaum glauben. Ein Blick aufs Display kann nicht nur Kinder verzaubern. ds/mro


UNSERE TESTWAGEN
Jetta Hybrid Comfortline 1,4 l TSI, 110 kW/150 PS, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, tornadorot. Der Verbrauch liegt bei 4,1 l/100 km nach EU-Zyklus (NEFZ/NEDC)

Sonderausstattungen:

  • Berganfahrassistent inkl. XDS
  • Diebstahlwarnanlage „Plus“
  • Fernlichtregulierung „Light Assist“
  • Geschwindigkeitsregelungsanlage
  • Licht-und-Sicht-Paket
  • Multifunktionslenkrad mit Bedienmöglichkeit für Schaltung
  • Multimediabuchse MEDIA-IN
  • Navigationsfunktion „RNS 315“
  • Nebelscheinwerfer mit Abblendlicht
  • Reifenkontrollanzeige
  • Schlüsselloses Schließ- und Startsystem „Keyless Access“
  • Seitenairbags und Gurtstraffer hinten
  • Seitenscheiben hinten und
  • Heckscheibe abgedunkelt
  • Winterpaket
Fahrzeugpreis: 34 739,00 Euro (inkl. MwSt) Der Jetta Hybrid ist seit Dezember 2012 in den USA, seit März 2013 in Deutschland auf dem Markt.