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Shopfloor Management fördert die Kommunikation und hilft, Probleme nachhaltig zu lösen
Das Konzern-Produktionssystem wird konsequent weiterentwickelt. Seit vergangenem Jahr gibt es einen neuen Methodenbaustein: Shopfloor Management. Dabei werden Ziele und Rahmenbedingungen transparent dargestellt und über Kennzahlen verständlich und leicht umsetzbar verfolgt.

Aktueller Status auf dem „Shopfloor”: Der Meister informiert den Fertigungsabschnittsleiter an der FAL-Tafel.

Shopfloor Management bedeutet „Führen vor Ort” und meint den Ort des Geschehens beziehungsweise der Wertschöpfung. Der Austausch mit Führungskräften findet direkt in der Fertigung statt. Die Mitarbeiter werden aktiv einbezogen und können ihr Fachwissen und ihre Ideen direkt in Veränderungs- und Verbesserungsprozesse einbringen. Der offene und sachliche Umgang mit Prozessschwächen sowie die direkte Anerkennung und Wertschätzung der Leistung erhöhen die Motivation aller Beteiligten. Kommunikation und Visualisierung sind im Shopfloor Management eng miteinander verknüpft. Ziele und daraus abgeleitete Kennzahlen, Maßnahmen bei Abweichungen und Problemen werden auf Tafeln visualisiert. So haben Führungskräfte, aber auch jeder Mitarbeiter einen schnellen, strukturierten Überblick über den aktuellen Status des Bereiches. In einer „Informationskaskade” werden die notwendigen Informationen ausgehend vom Team über alle Führungsebenen bis zum Werkmanagement kommuniziert.

Eine besondere Bedeutung hat das Shopfloor Management-Zeitfenster. Es gibt täglich feste und gemeinsame Zeitanteile für alle Führungsebenen. Die Aktivitäten in diesem Zeitfenster sind unterteilt in Problemlöseaktivitäten und das gezielte Arbeiten mit Standards, um die Methoden des Produktionssystems und damit die Qualität unserer Produkte nachhaltig abzusichern.
Koordiniert durch die Konzernplanung Produktion, hat eine markenübergreifende Arbeitsgruppe die Methode auf Basis von Erfahrungen fahrzeugbauender Werke und des Geschäftsfeldes Kunststoff in den vergangenen zwei Jahren für die Anwendung im Konzern weiterentwickelt und beschrieben. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde der Methodenbaustein im Lenkungsausschuss Volkswagen-Weg freigegeben.

Anschließende Feedbackrunde: Die Einführungsphase wird durch die Konzernplanung Produktion und das KVP-Büro vor Ort begleitet.

Für alle weiteren Aktivitäten wie das Durchführen weiterer Piloten, das Weiterentwickeln der Methode, aber auch den markenübergreifenden Austausch von Erfahrungen wurde das Projekt „Shopfloor Management” ins Leben gerufen. Dabei vertreten die Projektleiter Andreas Laue und Kai Sulfrian die Methodenverknüpfung der direkten und indirekten Bereiche. KVP-Trainer der Konzernplanung Produktion aller Gewerke unterstützen die Einführung von Shopfloor Management an den Standorten.
„Die Grundvoraussetzungen für ein funktionierendes Shopfloor Management sind die eingeführte Teamarbeit und eine durchgängige Zielorientierung”, erklärt Sulfrian, Projektleiter und Mitarbeiter der Geschäftsbereichssteuerung. Laue, Projektleiter aus der Konzernplanung Produktion, ergänzt: „Die neue Methode hat viele Vorteile. Die Inhalte des Produktionssystems werden für alle Beteiligten zu einem festen Bestandteil ihrer täglichen Arbeit. Probleme werden schneller und effizienter gelöst. Auch das ist Teil des KVP-Gedankens und trägt zu stabilen Prozessen bei.”


INFO

Shopfloor Management. Die ersten deutschen Pilotwerke sind die Standorte Emden und Wolfsburg. Im Juni 2012 wurde mit der Einführung von Shopfloor Management in der Fahrzeugmontage Emden begonnen. Im Werk Wolfsburg startete der Pilot in der Lackiererei in Halle 15b im Januar 2013. Im Laufe dieses Jahres wird die Methode auf den gesamten Standort ausgeweitet. Auch die Komponente ist mit dem Standort Kassel vertreten. Dort wurde mit der Einführung im Mai begonnen.