Wasserpumpen am Rand der Welt
Volkswagen unterstützt das
Berbervolk der Tuareg in der Sahara / Hilfe zur Selbsthilfe
Wenn die Welt einen Rand hätte,
dann müsste er dort liegen, wo die Tuareg seit Jahrhunderten
leben: in einem Lebensraum aus Geröll, Sträuchern
und vor allem Sand. Die Heimat der Tuareg sind die Gebirge
und Wüsten im Nordwesten Afrikas, in Niger, Mali, Algerien,
Libyen und in Burkina Faso. Die Luft ist trocken und heiß,
selbst im Winter misst das Thermometer an die vierzig Grad
Celsius.
Fast eine Million Tuareg leben hier, die meisten ziehen als
Nomaden durch die Wüste und verweilen dort, wo sie eine
Weide fürs Vieh finden. Wenn die Weide abgefressen ist,
zieht die Gruppe weiter. Diesem alten, majestätischen
Berbervolk fühlt sich Volkswagen eng verbunden. Im Zuge
der Namensgebung des Oberklasse-Geländewagens Touareg
sind Freundschaften zwischen Wolfsburg und Wüste entstanden.
Wie der Geländewagen stehen auch die Tuareg für
Kraft und Ausdauer, Eleganz und Würde. Aus Verbundenheit
mit den Tuareg unterstützt Volkswagen in enger Absprache
mit dem Tuareg-Experten Professor Georg Klute vom Institut
für Ethnologie an der Universität Bayreuth die Namensgeber
mit mehreren Projekten. Von Beginn an hat Volkswagen die Projekte
selbst eng begleitet, damit die Förderung direkt bei
den Adressaten ankommt.
Es fehlt an Wasser und
Bildung
Im Dorf Andéranboukan hilft
Volkswagen den Tuareg, das zu bekommen, was sie am nötigsten
brauchen: Wasser. Über Pumpen und Kanäle können
30 Familien landwirtschaftliche Nutzflächen ständig
mit Wasser versorgen, Reis und Gemüse anbauen und mit
relativ festen Erträgen rechnen. Die Anlagen kosten 68000
Euro und sollen im kommenden Winter fertig sein. Volkswagen
leistet eine Hilfe zur Selbsthilfe: Den Unterhalt der Flächen,
die Instandhaltung der Anlagen und den Handel mit den überschüssigen
Erträgen werden die Tuareg selbst in die Hand nehmen.

Bildung tut not: Tuareg-Schule.
Ebenso wie an Wasser mangelt es
den Tuareg an Bildung. Deshalb investiert Volkswagen 67000
Euro in eine Schule in Anouzagren, einem benachbarten Dorf.
Die Kinder lernen dort Geschichte, Erdkunde, Rechnen sowie
Lesen und Schreiben. Das Geld fließt in einen Speisesaal,
sanitäre Einrichtungen, zusätzliche Klassenräume,
Schlafräume für die Kinder sowie in eine Ziegenherde
und einen Hirten. Außerdem wird ein Koch angestellt.
Ein ähnliches Projekt unterstützt Volkswagen in
Tin Essako, einem abgelegenen, geisterhaften Ort am Rande
der Sandwüste Tamesna. Nur drei Familien leben ständig
dort, die anderen wandern als Nomaden umher. Auch in Tin Essako
werden neben der Schule nun Schlafräume, sanitäre
Einrichtungen, ein Speisesaal und weitere Klassenräume
gebaut. Volkswagen investiert dafür 65000 Euro.
Schon im vergangenen November haben sich Volkswagen-Mitarbeiter
um Michael Horn, einem der Väter des Projekts und seit
Januar Leiter des Vertriebs Europa, vom Gedeihen der Projekte
überzeugt. Um eine nachhaltige Förderung zu schaffen,
haben Beteiligte und Interessenten den privaten Verein Tamat
e.V. gegründet. Er möchte in den kommenden Jahren
weitere Hilfsprojekte schaffen.
INFO:
Näheres lesen lnteressierte im Internet unter www.tamat-ev.com.
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