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60 Schülerinnen lernten bei Volkswagen gewerblich-technische Berufe kennen
Was erwartet mich im Beruf? Acht-, Neunt- und Zehntklässlerinnen hatten in den Herbstferien während der Berufserlebnistage für Mädchen die Möglichkeit, erste Eindrücke zu sammeln. Dabei lernten 60 junge Frauen im Werk Wolfsburg Ausbildungsberufe wie Werkzeugmechanikerin, Industriemechanikerin, Mechatronikerin oder Elektronikerin kennen.


Sara Nolting (links) von der Eichendorffschule Wolfsburg bekommt in der Halle 1b von Julia Dukart, Auszubildende im dritten Lehrjahr zur Industriemechanikerin, Rat und Hilfe bei der Bearbeitung eines Briefständers aus Metall.

Schrauben, verkabeln, schleifen und bohren – für die 13-jährige Realschülerin Ida ist all das eine große Freude: „Da sehe ich gleich, was ich geschafft habe.“ Sie betont: „Eine Berufsentscheidung zu treffen, ist nicht einfach. Deshalb wollte ich vorab in die Ausbildung der Elektronikerin schnuppern.“ Die 15-jährige Wiebke aus Braunschweig ergänzt: „Hier bei den Berufserlebnistagen bekomme ich einen guten Eindruck davon, was mich später im Job erwartet.“
Seit 2010 organisiert die Frauenförderung in Zusammenarbeit mit der Berufsausbildung die Berufserlebnistage. Elke Heitmüller, Leiterin der Frauenförderung bei Volkswagen, erläutert: „Volkswagen hat sich das Ziel gesetzt, mehr junge Frauen für gewerblich-technische Ausbildungsberufe zu begeistern. Die Teilnehmerinnen an den Berufserlebnistagen sehen: Was die Jungs können, das kann ich auch.“ Schon in den vergangenen Jahren war das Interesse der Schülerinnen groß. Deshalb hat Volkswagen die Zahl der Plätze für die Berufserlebnistage kontinuierlich erhöht.

Berühren, erleben, bearbeiten – das Ausprobieren und Selbermachen stehen an erster Stelle. Dies weiß auch die 14-jährige Sophie zu schätzen. „Wir Mädels haben etwas drauf. Das können wir hier zeigen. Dass Technik nur Jungs begeistert, ist ein Klischee.“

„Es kommt auf das Interesse an. Frauen und Mädchen können genauso technisch begabt sein wie Männer oder Jungs“, schließt sich Sören Schliebs an. Er ist im zweiten Lehrjahr zum Werkzeugmechaniker und betreut während der Berufserlebnistage die weiblichen Gäste. Seine 20-jährige Kollegin Anna Maier schildert ihre Erfahrungen: „Es ist wundervoll, Maschinen zum Laufen zu bringen oder zu beobachten, wie sich ein kleiner Roboter bewegt.“ Sie entdeckte ihr Interesse für Technik im Abitur; ihre Leistungskurse Physik und Mathe brachten sie auf den technischen Pfad.

Zurück zu den SchüIerinnen, die mal so werden wollen wie Anna. Praxis, Praxis, Praxis – in der Elektrotechnik verdrahten sie unter anderem Abzweigdosen. Und in einer anderen Projektgruppe fertigen sie im Rahmen der Metallbearbeitung Briefständer.
Die jungen Frauen lernen während einer Führung aber auch das Werk und den Alltag der Beschäftigten kennen. „Das Beste daran ist, dass die Mädchen nicht nur einen oberflächlichen Einblick bekommen, sondern auch den Dialog mit uns Auszubildenden suchen können. Wann hat man dazu sonst die Chance?“, sagt Aileen Engelbrecht, Auszubildende zur Werkzeugmechanikerin. me