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Personalleiter Martin Rosik ist Schirmherr des Welt-Aids-Tages in Wolfsburg


Gemeinsam aktiv: Martin Rosik, Schirmherr des Wolfsburger Welt-Aids-Tages (r.) und Alfred Lux, Vorsitzender der Aids-Hilfe Wolfsburg, engagieren sich im Kampf gegen Aids.

„Volkswagen steht für Toleranz und gesellschaftliche Verantwortung“, sagt Martin Rosik. Er ist Personalleiter der Marke Volkswagen Pkw und damit zuständig für weltweit rund 260 000 Beschäftigte. Die Schirmherrschaft für den Welt-Aids-Tag am 1. Dezember in Wolfsburg hat er sofort und gern übernommen. „Prävention und Aufklärung sind wichtig, damit Menschen mit HIV nicht ausgegrenzt, sondern integriert werden“, sagt Rosik. „Der Welt-Aids-Tag mahnt uns alljährlich, das nicht zu vergessen.“
Alfred Lux, der Vorsitzende der Aids-Hilfe Wolfsburg, berichtet: „In Deutschland leben ungefähr 80 000 Menschen mit HIV. Dank moderner Medikamente ist mittlerweile eine fast normale Lebenserwartung möglich.“ Einschränkungen in Beruf und Freizeit seien kaum mehr vorhanden. „Die meisten Menschen wissen, dass sie im Alltag keine Angst vor einer HIV-Infektion haben müssen.“

Dennoch spürten Betroffene immer wieder Verunsicherung und Vorurteile im täglichen Umgang mit ihnen.
Der Welt-Aids-Tag mit dem Motto „Positiv zusammen leben“ richtet den Fokus in diesem Jahr auf persönliche „Gewissensfragen“ und den Aufruf zur Toleranz und Solidarität. Denn Diskriminierung hat ihre Wurzeln auch in diffusen Ängsten und Distanz. Deshalb fragt die Kampagne bewusst und direkt: „Was wäre, wenn der Mensch Dir gegenüber HIV hätte? Was würdest Du tun?“

Die offizielle Welt-Aids-Tag-Veranstaltung findet am Dienstag, 1. Dezember, um 11 Uhr in der Bürgerhalle des Rathauses A statt. Neben dem Schirmherrn Martin Rosik wird auch Bürgermeisterin Bärbel Weist sprechen. Der Aids-Sammel-Teddy wird an diesem Tag gegen eine Spende am Infostand der Aids-Hilfe ebenfalls in der Bürgerhalle ab 9 Uhr angeboten. Er kann aber auch schon jetzt in den Geschäftsräumen der Aids-Hilfe in Wolfsburg erworben werden. jw

Mehr Informationen zum Welt-Aids-Tag und zur aktuellen Kampagne gibt es im Internet unter www.welt-aids-tag.de.

INFO

Die Wolfsburger Aids-Hilfe e. V. gibt es seit 1988. Derzeit sind hier 40 Mitglieder ehrenamtlich engagiert. Die Beratungs-, Kontakt- und Vermittlungsstelle in der Kleiststraße 13 ist telefonisch unter 05361/13332 und per E-Mail unter aids-hilfe@wolfsburg.de erreichbar. Sprechzeiten sind montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags nach Vereinbarung auch am Nachmittag. Spenden unter IBAN DE 62 2695 1311 0025 6025 09, BIC NOLADE21GFW bei der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg.

DREI FRAGEN AN ...

… Martin Rosik, Personalleiter der Marke Volkswagen Pkw

Welche Bedeutung hat der 1. Dezember für Sie?
Der Welt-Aids-Tag ist ein besonderer Tag, denn er stellt zwei wichtige Werte in den Mittelpunkt: Solidarität und Toleranz. Dafür steht Volkswagen, dafür stehe auch ich. Deshalb habe ich gern die Schirmherrschaft für den Welt-Aids-Tag in Wolfsburg übernommen.

Ist die Angst vor HIV im Berufsalltag begründet?
Nein. Angst entsteht dann, wenn Wissen fehlt. Im Arbeitsalltag kann HIV nicht übertragen werden. Ganz gleich, ob man mal aus demselben Glas trinkt, dasselbe Werkzeug anfasst oder dieselbe Toilette benutzt. Bei Volkswagen gilt der Grundsatz: Die Gesundheit der Mitarbeiter ist uns sehr wichtig. Daher setzen wir stark auf Prävention und Aufklärung. Und deshalb bringen wir uns bei gesellschaftspolitischen Themen ein – wie auch am Welt-Aids-Tag.

Welchen Wunsch hätten Sie am Welt-Aids-Tag gern erfüllt?
Ich wünsche mir, dass die rote Schleife viel zum Denken und Mitfühlen anregt. Der medizinische Fortschritt macht es möglich, dass Menschen mit HIV-Infektion fast ohne Einschränkungen leben können. Problematisch ist aber, dass es leider immer noch Diskriminierung HIV-Infizierter gibt. Dagegen hilft nur stetige Aufklärung, um Ängste und Vorurteile abzubauen – und das nicht nur am Welt-Aids-Tag, sondern jeden Tag.

Die Fragen stellte Jonas Wetzel.