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Abnahmefahrt von Jetta und Santana in Chengdu
Zwei neue Fabriken, der Produktionsstart des Volkswagen Polo und die Weltpremiere des Bestsellers New Jetta auf der größten Automobil-Messe in West-China - Volkswagen baut seine Produktionskapazitäten im Reich der Mitte weiter aus und setzt den Wachstumskurs fort. Bevor die Verkaufsschlager Santana und Jetta in Serie gehen, testete Volkswagen Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg Santana und Jetta auf den Straßen um Chengdu auf einer Abnahmefahrt.

Rauher Asphalt, schotterige Baupisten, 35 Grad im Schatten – die Sechsmillionenstadt Chengdu im Herzen Chinas ist Volkswagen Standort und Schauplatz von Ulrich Hackenbergs Abnahmefahrt für den neuen Jetta und den Santana. Der Vorstand für Technische Entwicklung prüfte einen Tag lang intensiv die für den Serienstart vorgesehenen Verkaufsschlager im Reich der Mitte.

Sowohl der Jetta als auch der Santana schreiben seit den 1980er-Jahren ihre ganz eigene Erfolgsgeschichte bei den Chinesen. So ist es nur passend, „dass wir die entsprechenden Modelle dort testen, wo viele Kunden sie auch fahren werden“, betonte Hackenberg vor Ort. Er kam persönlich nach Chengdu, um die zwei neuen Produkte vor dem Serienstart noch einmal genauestens unter die Lupe zu nehmen. Bei seiner Abnahmefahrt prüft Hackenberg persönlich, ob die Neuen auch wirklich serienreif sind. „Dieses Prozedere ist üblicher Standard bei uns. Die erste Freigabe verantwortet die Technische Entwicklung. Im weiteren Prozess prüfen auch die anderen Vorstände das kommende Produkt. Wenn dann alles passt, kann die Serienproduktion starten“, erläutert Hackenberg während der Testfahrten.

Rund 2000 Entwickler arbeiten daran, den Volkswagen Modellen den letzten Schliff zu geben. „Die Ingenieure vor Ort wissen genau, worauf es dem chinesischen Kunden ankommt“, lobt Hackenberg seine Mannschaft.

Treibhausklima sorgt für Schweißperlen auf der Stirn. Regen hat die buckeligen Straßen in der Region Szechuan zum Teil in rutschige Schlammpisten verwandelt. Das sind die Verhältnisse, in denen sich die neuen Volkswagen bewähren müssen. Eine echte Aufgabe für die Entwickler und die Produktion. Besonderes Augenmerk in Chengdu genießt daher die Solidität der Fahrzeuge. Im dortigen Werk wurden bereits die Produktionslinien für den neuen Jetta eingerichtet.


Weltpremiere: der New Jetta auf der Chengdu Auto Show.
Bis zu 350 000 Autos sollen hier vom Band laufen. Der Lokalisierungsgrad am Standort ist hoch. Rund 80 Prozent der für die Produktion benötigten Materialien kommen direkt aus der Region. So vermeiden geringe Emissionen und kurze Transportwege eine unnötige Belastung der Umwelt. Das zeichnet Volkswagen mit seiner Strategie der umweltfreundlichen „Think Blue Factory.“ ganz besonders aus.

Doch was macht den Reiz von Santana und Jetta bei den Chinesen aus? Beide Modelle haben im Reich der Mitte so etwas wie eine gewachsene Historie. Das kommt an bei der chinesischen Mentalität, die sich mitunter auf alte Traditionen stützt. So begründete der Santana einst den heutigen Erfolg von Europas größtem Automobilhersteller in China. Bereits 1985 begann die Serienfertigung dieser begehrten Limousine bei Shanghai Volkswagen (SVW). Zehn Jahre später startete die Entwicklung des Santana 2000 – unter Beteiligung chinesischer Ingenieure. Schon damals wurde besonders beim Fahrwerk auf chinesische Straßenverhältnisse geachtet und die Bodenfreiheit vergrößert. Der Achsstand wurde um satte 108 Millimeter verlängert, denn China ist ein Markt für Chauffeurs-Fahrzeuge: Der Eigentümer sitzt häufig hinten und lässt sich fahren. 1998 lief der einmillionste Santana vom Band. Mit Einführung des Santana 3000 im Jahr 2004 und dem Santana Vista im Jahr 2008 wurden bis zum Jahr 2011 insgesamt rund 3,7 Millionen Typen dieses Volkswagen in China gebaut. Übrigens: Als Taxi sind die Volkswagen Limousinen in Shanghai besonders beliebt. Der Jetta startete 1991 beim Joint-Venture-Partner FAW Volkswagen mit der Serienfertigung. Dieser kompakte Typ glänzte bei den Kunden bereits 1999 mit einem Automatikgetriebe. 2005 erreichte das Modell die Abgasnorm EU3. Ein Meilenstein war der Produktionsstart des neuen, von chinesischen und deutschen Ingenieuren weiterentwickelten Jetta im März 2010. Bis 2011 wurden mehr als 2,15 Millionen Jetta-Modelle in China gefertigt.

Beide neuen Volkswagen werden die Erfolgsgeschichte, die ihre Ur-Ahnen vor rund 30 Jahren begannen, nun in der kommenden Serie weiter fortführen – ganz im Sinne von Tradition und erfolgreicher Markenhistorie. tw