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Volkswagen Mitarbeiter unterstützen Waisenhaus in Mexiko bereits seit 20 Jahren – Hilfe auch für Krankenhaus in Peru
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Volkswagen haben ein großes Herz – „autogramm” verdeutlicht dies an zwei Beispielen aus Mexiko und Peru.


Fröhliche mexikanische Kinder: Mädchen und Jungen der Casa del Sol bei einem lustigen Tanz.

MEXIKO Vor 20 Jahren gründeten sozial engagierte Frauen deutscher Volkswagen Mitarbeiter den Hilfsverein und das Waisenhaus Casa del Sol am Standort Puebla. „Volkswagen Mexiko hat uns in all den Jahren immer sehr unterstützt”, lobt Gründungsmitglied Sabine Nattland. Auch nach der Rückkehr nach Deutschland ließ sie in ihrem Engagement nicht nach und rief den Verein „Hilfe für mexikanische Kinder – Casa del Sol” ins Leben.
Erst kümmerten sich die rührigen Frauen samt Mitarbeitern in Puebla in einem gemieteten Domizil um die Kinder im Alter zwischen 0 und 8 Jahren. Bereits 1993 aber baute der Verein ein eigenes Haus – das Haus der Sonne, wie Casa del Sol übersetzt heißt. Dreimal ist es seitdem erweitert worden, einmal sogar um einen Kindergarten, um die Jüngsten noch besser auf die Schule vorzubereiten.

Die Bilanz von 20 Jahren Casa del Sol in Puebla fällt positiv aus: Etwa 1000 Kinder seien seitdem in dem Waisenhaus untergekommen. „Manchmal sind es Waisen, oft aber auch Mädchen und Jungen von Eltern, denen die Behörden das Sorgerecht entzogen haben”, resümiert die Vorsitzende: „Wir hatten aber auch schon Kinder vor der Tür liegen.”
Was passiert mit den Kleinen? Manchmal, so Sabine Nattland, kämen sie zurück in ihre Familien, manchmal würden sie zur Adoption freigegeben. Bis es soweit ist, werden sie liebevoll in der Casa del Sol betreut. Derzeit leben 60 Mädchen und Jungen in dem Waisenhaus, das sich ausschließlich durch Spenden finanziere. Federführend seien Volkswagen, frühere und aktuelle Mitarbeiter des Standorts Puebla und der Hilfsverein in Deutschland.
Einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung leiste auch ein zur Casa del Sol gehörender Basar, in dem gebrauchte Kleidung verkauft wird, erklärt Ingrid Petersen. Sie arbeitet im Volkswagen Businessmanagement Indien, fühlt sich der Casa del Sol seit ihrem Mexiko-Einsatz Anfang bis Mitte der 80er-Jahre aber noch immer eng verbunden. Aus diesem Grund sammelt sie – wie weitere „Ehemalige” auch – Kleidung, die Kunden in dem Basar erwerben können.
Das Problem des Vereins: Zurzeit darf er Sabine Nattlands Angaben zufolge aufgrund eines neuen mexikanischen Gesetzes keine in Deutschland gespendete Kleidung mehr ins Land bringen. 1000 Euro habe der Verkauf durchschnittlich im Monat gebracht. Geld, das dem Verein jetzt fehlt. Sabine Nattland und Ingrid Petersen hoffen sehr, doch noch eine Import-Genehmigung zu bekommen.
Der Verein „Hilfe für mexikanische Kinder – Casa del Sol” ist unter der Rufnummer (0228) 350 3930 oder per E-Mail unter kh@nattland.net zu erreichen. mro


PERU Medizinische Versorgung mit moderner Technik in einer entlegenen Region verfügbar zu machen – das war der Traum von Dr. Klaus-Dieter John, als er 2004 gemeinsam mit seiner Frau nach Peru ging. Beide sahen die Not in den armen Gegenden des südamerikanischen Landes und entwickelten das Konzept des Krankenhauses „Diospi Suyana”. Innerhalb von drei Jahren bauten sie ein Krankenhaus auf dem aktuellen Stand der Technik auf – dort, wo die medizinische Versorgung so unzureichend ist, dass selbst kleine Krankheiten und Verletzungen oft lebensbedrohlich sind.



Spendabel: Carlo Böttger (r.) und Uwe Harnack mit einem symbolischen Scheck über 10 530 Euro.

Wie es dazu kam, dass das Krankenhaus im Jahr 2007 eröffnet werden konnte, erzählte John während eines Besuchs in Wolfsburg. „Für mich ist es ein Wunder, wie dieses Krankenhaus Realität wurde. Für die Menschen in Apurimac, mitten in den peruanischen Anden, ist ein Traum wahr geworden.”
Die Ausführungen beeindruckten Volkswagen Mitarbeiter des Bereichs QS-Kaufteile so sehr, dass sie unter Federführung von Carlo Böttger eine Initiative zur Unterstützung des Krankenhauses ins Leben riefen. Viele Mitarbeiter spendeten, und auch die Führungskräfte und Unterabteilungsleiter stimmten der Idee zu. Bis Anfang Juni kamen 10 530 Euro zusammen. Von dem Geld soll ein dringend benötigtes Gerät für die Chirurgie des Hospitals gekauft werden. nr