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Effizienter Übergang vom Prototypen zur Serienfertigung in der Komponente
Seit Anfang des Jahres wird im neuen Vorserienprozess Expertenwissen aus der Technischen Entwicklung und der Fertigung vereint, um Komponenten wie Motoren, Getriebe und Fahrwerke funktional und fertigungsgerecht zu gestalten. Die Vorseriencenter (VSC) der Werke sollen die Herstellbarkeit von neuen Aggregaten und Komponenten unter Serienbedingungen frühzeitig absichern – rechtzeitig vor dem Fahrzeuganlauf.

V.l.n.r.: René-Hoffmann (Volkswagen Consulting), David Garder (Volkswagen Sachsen GmbH), Danny Auerswald (Volkswagen Consulting) und Jens Olomek (Volkswagen Sachsen GmbH) diskutieren die Projektübersicht an der neuen Projektsteuerungswand zum neuen Vorserienprozess.

Bisher existierte keine einheitliche Vorgehensweise in den Vorseriencentern der Komponente bei der Entwicklung von den Prototypen bis hin zur Serienfertigung.
Mit den beteiligten Standorten und Prozesspartnern wurden Schwachstellen, Handlungsfelder und Best Practices in Workshops gemeinsam identifiziert und ein standardisierter Vorserienprozess entwickelt mit den Zielsetzungen:

  • frühestmögliche Abstellung von konstruktiven und fertigungstechnischen Problemen
  • kurze Entwicklungs- und Anlaufzeiten, schnelle und sichere Anlaufreife
  • reduzierte Anlauf- und Änderungskosten

Der Auftrag zur Prozessoptimierung an die Volkswagen Consulting umfasste die Analyse aller Phasen der Vorserie, von der Konzeptbaustufe über die Entwicklungsbaustufen bis in die Serienvorbereitung. Der Kernprozess der neuen Vorseriencenter der Komponente besteht in der technischen Umsetzung und der finanziellen und administrativen Auftragsabwicklung in einer Meilenstein-Systematik, die mit der qualifizierten Auftragsklärung, der Disposition und Kommissionierung von Versuchsmaterial, der mechanischen Fertigung sowie der Montage beginnt und mit der Qualitätssicherung und der Dokumentation endet. Wesentlicher Meilenstein in allen Projekten ist der gemeinsame Aufbau eines sogenannten Master-Aggregats mit den relevanten Experten.

Der standardisierte Ablauf sichert die Qualität ab, denn die Aufgaben in der Vorserie sind mit Checklisten genau beschrieben und die Zuständigkeiten definiert. Somit bringt er unterstützend Transparenz in den gesamten Prozess. Dazu wurden auch Projektsteuerungswände eingeführt, die den Projektstatus visualisieren sowie ergänzende Informationen und eventuelle Handlungsbedarfe durch eine Ampelsystematik verdeutlichen.
„Es ist von hohem Wert, dass von nun an ein standardisierter Vorserienprozess existiert, der von allen Beteiligten erlebbar ist und so eine effiziente und effektive Überführung von Neuentwicklungen in die Serienfertigung ermöglicht”, so Jörg Plester, Leiter Prozessoptimierung Komponente. Ein wichtiger Schritt hierbei ist die systematische Integration von Fertigungsmitarbeitern in den Entstehungsprozess der unterschiedlichen Baustufen. Sie unterstützen bei Produkt- und Prozessverbesserungen. „Im nächsten Schritt wird dieser Prozess auch für die Absicherung der weltweiten Aggregate-Anläufe nutzbar gemacht.”