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Eröffnung des „Lean Centers“ im Werk Wolfsburg / Fit für das Produktionssystem / Vorbild für Konzern und Marke

Eine lernende Fabrik, in der möglichst effizient und ergonomisch gearbeitet und Verschwendung in jeder Form bekämpft wird, ist ein wichtiges Ziel des Produktionssystems im Rahmen des Volkswagen-Wegs. Wie eine solche „schlanke“ Produktion aussieht, zeigt beispielhaft das neue „Lean-Center“ des Konzerns und der Marke Volkswagen am Eingang 74c im Werk Wolfsburg. Es soll Manager und andere Multiplikatoren fit für die KVP-Kaskade und das Produktionssystem machen.
Konzernchef Prof. Dr. Martin Winterkorn, Produktionsvorstand Prof. Dr. Jochem Heizmann, Personalvorstand Dr. Horst Neumann, Gesamt- und Konzernbetriebsrats-Vorsitzender Bernd Osterloh sowie der gesamte Vorstand von Konzern und Marke nahmen das Lernzentrum Ende September mit den Werkleitern in Betrieb. Es hat Modellcharakter für den gesamten Konzern.

Lernende Fabrik: Prof. Dr. Martin Winterkorn, Prof. Dr. Jochem Heizmann (r.) und Bernd Osterloh (l.) bei der Eröffnung.
Entwicklungsvorstand Dr. Ulrich Hackenberg montiert probeweise eine Batterie.
„Das Lean Center ist ein wesentlicher Baustein für die ständige Weiterentwicklung unseres Produktionssystems“, betonte Heizmann. „Ziel der Akademie ist es, Fortschritte auf dem Weg zu einer ‚schlanken’ Fabrik zu zeigen, ‚Best Practice’-Beispiele der verschiedenen Marken erlebbar zu machen und das Produktionssystem auf diese Weise fest im gesamten Konzern zu verankern.“
60 Prozent Praxis
Das 1700 Quadratmeter große „Lean Center“ ist eine Kombination aus Schulungszentrum und Modellfabrik: So gibt es beispielsweise eine „Minifabrik“, in der die Teilnehmer „schlanke“ Fertigungsmethoden unter realen Produktionsbedingungen kennenlernen und erproben können. „Unser Schulungskonzept sieht etwa 40 Prozent Theorie und 60 Prozent Praxis vor“, erläutert der Leiter des „Lean Centers“, Jörg Federlechner. „Die Teilnehmer sollen selbst Hand anlegen und etwa eine Radhausschale montieren. ‚Hören, sehen, machen’ lautet das Motto, denn Mitmachen steigert den Lernerfolg.“ Im Vordergrund stehe dabei der „Ist/Soll-Vergleich“. Um Schwachstellen und Formen von Verschwendung zu dokumentieren, werden den realen Arbeitsabläufen optimierte Prozesse mit kurzen, ergonomischen Lauf- und Greifwegen gegenübergestellt.

Auch Optimierungsmethoden wie 3P werden im „Lean Center“ vorgestellt.

Die „Mustertakte“ sind eine wichtige Station des Lernzentrums.
Weitere Stationen sind sogenannte „Mustertakte“ in Montagegehängen, ein „Supermarkt“ für die Vermittlung von Logistikthemen, eine Teaminsel für Schulungen zum Thema Teamarbeit, eine Fahrzeugzerlegung, die den Vergleich mit Wettbewerbern beim Thema montagefreundliche Produktion erlaubt, sowie Lernmodule zu Optimierungsmethoden wie 3P (Production Preparation Process) oder TPM (vorbeugende Instandhaltung). Außerdem gibt es Simulationen zu den Themen Presswerk / Karosseriebau und Lack sowie Schulungs- und Präsentationsräume.
Das „Lean Center“ ist Vorbild für andere Werke des Konzerns und der Marke Volkswagen. Das Konzept umfasst sechs Schulungszentren auf Markenebene sowie flächendeckende Trainings­center in den einzelnen Werken, die konzernweit nach einheitlichen Standards aufgebaut werden. Zielgruppe sind nicht nur Führungskräfte, sondern auch KVP-Manager und -Moderatoren sowie auf Werksebene Meister, Planer, Teamsprecher und andere Multiplikatoren. Allein im Werk Wolfsburg sollen im nächsten Jahr rund 3000 Mitarbeiter Schulungen im „Lean Center“ absolvieren. me

Blick in die „Minifabrik“.
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