| Nervenkitzel
zur Weihnachtszeit
Kennen
Sie den Film, in dem Arnold Schwarzenegger als gestresster
Familienvater kurz vor dem Fest so eine Kult-Actionfigur für
seinen Sohn besorgen will? Wenn ja, dann wissen Sie ziemlich
genau, wie es mir dieser Tage geht: Ich habe noch kein einziges
Geschenk, und langsam steigt der Adrenalinspiegel. Trotzdem
hält sich meine Bewunderung für Menschen, die bereits
im Juni voller Stolz verkünden, dass sie alle Geschenke
für die Lieben beisammen haben, in Grenzen. Ich mag nicht
bei 28 Grad Außentemperatur an Weihnachten denken. Und
ich frage Sie: Wo bleibt der Nervenkitzel beim vorweihnachtlich
beleuchteten Falschparken in der City, wo der Sportgeist beim
Gedränge in der Spielwarenabteilung des Kaufhauses, wo
bleibt die nette Spontankommunikation mit anderen Leidtragenden
– pardon, Kunden – in der Kassenschlage? Kurz:
Wo bleibt der Spaß? Wenn Sie wie ich auch zu denen gehören,
die jetzt erst losstiefeln, die zum Geschenkekauf auch die
Düfte von Bratwurst und Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt
brauchen und die sich über das laute „Hohoho“
von mindestens vier Weihnachtsmännern pro Fußgängerzone
freuen können, dann wünsche ich Ihnen viel Spaß.
Alle anderen seien getröstet: Ist ja bald wieder Juni.

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