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Moderne Technik: Dr. Carsten Lachmann und Dr. Christian Achmus (r.) prüfen mit Hilfe eines Mikromagnetik-Sensors die Festigkeit eines formgehärteten Passat-Blechteils.
Foto: MultimediaCentrum / Fischer |
Aus dem Labor in die Fabrik
Konzern-Qualitätssicherung setzt verstärkt zerstörungsfreie Prüftechnik in der Serie ein
Ob Computertomographen zum Röntgen von Fahrzeugteilen, mikromagnetische Sensor-Messtechnik zum Bestimmen der Härte von metallischen Bauteilen oder Infrarot-Kameratechnik zum Aufspüren fehlerhafter Bauteilstrukturen oder fehlerhafter Verklebungen am Fahrzeug – im Konzernlabor der Konzern-Qualitätssicherung in Wolfsburg wird modernste Technik zum zerstörungsfreien Prüfen unterschiedlichster Fahrzeugbauteile eingesetzt.
Die zwölfköpfige Mannschaft um Dr. Christian Achmus, dem Verantwortlichen für zerstörende und zerstörungsfreie Prüfverfahren, arbeitet nicht nur unter Laborbedingungen für interne Kunden wie Technische Entwicklung, Produktion oder Qualitätssicherung und entwickelt darüber hinaus die komplexe Prüftechnik stetig weiter. „Wir wollen unsere Verfahren auch verstärkt serienbegleitend einsetzen, um die Prüftechnik in der Fertigung und im gesamten Produktionsprozess zu verbessern. Auch das ist ForMotion! So können wir die Prüfzeiten und die hohen Schrottkosten infolge zerstörender Prüfungen deutlich reduzieren“, sagt Achmus. Ein Schwerpunkt der Bemühungen sei daher eine noch engere Vernetzung mit den einzelnen Konzernmarken über die Fachbereiche hinweg und eine umfassende Bedarfs- und Bestandsanalyse, um festzustellen, welche Bauteile an welchem Standort mit welcher Technik geprüft werden. „Darüber hinaus wollen wir unsere regelmäßig stattfindenden Arbeitskreise zu unterschiedlichen Prüfmethoden und die Expertenforen im Volkswagen-Intranet als Kompetenz-Netzwerk zur fachlichen Beratung und zum Austausch von Wissen bekannter machen und weiter ausbauen“, so Achmus.
Erfolgreich waren die Fachleute beispielsweise bei der Herstellung formgehärteter Passat-Blechteile im Presswerk in Kassel und in der Cockpitfertigung der Wolfsburger Komponentenfertigung: In Kassel bestand zur Absicherung des neuen Fertigungsverfahrens, bei dem hochfeste Blechteile wie die Verstärkung der B-Säule (Foto) durch gleichzeitiges Warmumformen und Abschrecken maßgenau hergestellt werden, vor allem im Serienanlauf ein hoher Bedarf an serienbegleitenden Werkstoffprüfungen. Durch die in die Fertigung einbezogenen zerstörungsfreien Prüfverfahren wie die Infrarot-Kameratechnik (auch Thermographie genannt) und die Mikromagnetik konnte zeitnah und wirtschaftlich geprüft werden. Und in der Cockpitfertigung werden die Mitarbeiter bei der Beurteilung geschäumter Bauteile künftig visuell unterstützt. Eine Infrarot-Kamera macht automatisch von jedem noch warmen Bauteil ein Foto, auf einem Bildschirm sind die fehlerhaften Schäumungen dann durch unterschiedliche Färbungen der Bauteiloberfläche sofort zu erkennen. fs
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| Kontakt |
| Das Expertenforum finden Interessierte im Volkswagen-Intranet unter der Rubrik Arbeitsgruppen, Konzern-Qualitätssicherung (bisheriges Intranet), Expertenforen, Zerstörungsfreie Prüfmethoden. Wer mit den Fachleuten der Qualitätssicherung in Kontakt treten möchte, wende sich an Dr. Christian Achmus, Telefon 05361/923589. |
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