Brückenbauer mit Formgefühl: Die Mitarbeiter der Strak-Teams Produktlinie E1 und E2.
Foto: FE

Auf der Suche nach der perfekten Form

Die Mitarbeiter des Strak-Teams in Wolfsburg sind Brückenbauer zwischen Design und Technik

Auf den Computerbildschirmen in Halle 73 C bekommt die Zukunft Konturen: Wer den Mitarbeitern des Strak-Teams in der Aufbauentwicklung über die Schultern schaut, kann erleben, wie ein neues Fahrzeug am Bildschirm Form annimmt. „Wir setzen den Designgedanken in spannungsvolle Oberflächen um und vermitteln zwischen dem ästhetischen Anspruch der Designer und den Anforderungen der Technik“, erklärt Unterabteilungsleiter Herbert Hanstein – und liefert damit eine Definition für den ursprünglich aus dem Schiffbau stammenden Begriff: „Strak ist die Verwirklichung des Designs unter konstruktiven und funktionalen Vorgaben.“

Die „Straker“ verstehen sich als Brückenbauer zwischen der kreativen Welt des Design und der Ingenieurswelt, die durch Physik, Gesetzgebung und andere Vorgaben geprägt ist. Außerdem erzeugen sie aus Skizzen oder Abtastungen von Plastilin-Modellen, die im Design entstehen, am Rechner ein verbindliches Oberflächenmodell des künftigen Fahrzeugs. Dieser so genannte Class-A-Strak ist die Basis für die Serienentwicklung im Interieur und Exterieur. „Strak ist ein permanenter Anpassungsprozess an die Realität und verändert das Fahrzeug täglich“, so Hanstein.

Wichtige Rolle in der Entwicklung

Die Anforderungen, die ein Strak-Mitarbeiter auf der Suche nach dem optimalen Flächenverlauf im Auge behalten muss, sind vielfältig: Stimmen Aerodynamik und Ergonomie? Erfüllt ein Bauteil – beispielsweise ein Stoßfänger – die Crash- und Sicherheitsanforderungen? Passen die Spaltmaße? Ist das neue Bauteil auch montierbar? Jedes sichtbare Bauteil im Exterieur und Interieur eines neu entwickelten Fahrzeugs muss vor den prüfenden Blicken des 19-köpfigen Strak-Teams bestehen.
Der Straker spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Entwicklung eines neuen Fahrzeugs. Dank der Flächenentwürfe der Straker können die Fachabteilungen früh in den Entwicklungsablauf einsteigen. Deshalb wachsen die Ansprüche an die Mitarbeiter: „Ein Straker braucht neben dem technischen Verständnis sehr viel Formgefühl“, sagt Strak-Konstrukteur Thorsten Ritz. „Er muss sich vorstellen können, wie das Fahrzeug, das er am Bildschirm modelliert, später auf der Straße aussehen wird.“

„Eintauchen“ in das neue Model

Wichtig ist aber auch ein großes kommunikatives Geschick. Schließlich vermittelt der Strak-Spezialist zwischen dem Design auf der einen und konstruktiven Abteilungen auf der anderen Seite. „Das ist manchmal ein ziemlicher Spagat“, sagt Ritz, während er mit der Maus einen Stoßfänger modelliert. Dabei verwandelt sich die konturlose „Punktwolke“ auf dem Bildschirm in Linien, Flächen und immer plastischere Formen eines Nebelscheinwerfers.

Im nächsten Schritt wird dann im benachbarten Visualisierungszen­trum der Technischen Entwicklung aus dem Datensatz ein möglichst realistisches Bild des neuen Modells erzeugt, in das der Betrachter mit einer Spezialbrille „eintaucht“. Hochleistungsrechner und acht Projektoren lassen dort den Innenraum eines Modells Wirklichkeit werden, das es noch gar nicht gibt.
me







Ein Passat Variant nimmt Form an: In Blau die Abtastung des Plastilin-Modells aus dem Design. Rechts daneben der so genannte Konzeptstrak, hinter der Vordertür der Class-A-Strak, der Basis für die Serienentwicklung ist. Ganz rechts die Visualisierung, die bereits das spätere Erscheinungsbild vorwegnimmt.




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





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