Wollte mit dem Käfer in die große weite Welt: Götz Alsmann
Foto: Mentiply


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Wir alle kennen die Geschichten von Onkel Paul und Tante Ella, die anno dazumal mit Kind und Kegel in den Urlaub fuhren. Die komplette Camping-Ausrüstung wurde neben, zwischen und über dem Nachwuchs bis unters Dach gestapelt. Und am Armaturenbrett fand sich die unvermeidliche Blumenvase aus Porzellan. So schön war das damals. Unter all den Tante Ellas und Onkel Pauls gab’s noch die Ulrichs und Ninas, die Annes und Willys, die heute so richtig berühmt sind.
Nehmen wir den Ulrich (Wickert). Der klapperte einst die Tankstellen nach gebrauchten Käfer-Motoren ab und machte aus zwei Käfern einen fahrtüchtigen. Oder die Nina (Ruge). Als sie noch in Braunschweig studierte und lila Latzhosen trug, ratterte sie regelmäßig im Käfer nach Wolfsburg zum elterlichen Sonntagskaffee. Anne (Will) genoss die Sonne – dank Schiebedach – auf dem Kopf und fuhr auch sonst einen heißen Reifen, der ihren Käfer bald das Leben kostete. Und Willy? Willy fuhr während der Fahrprüfung mit dem Käfer in den Graben. Er hat nie wieder hinter dem Steuer gesessen. Machte aber nichts, denn später als Bundeskanzler hatte er ja einen Chauffeur.
Geschichten von ersten Fahrversuchen sind verbreitet. Nena kurvte mit ihrem Käfer über verschlungene Waldwege, Hans Meiser setzte seinen Käfer gegen eine Felswand. Auf Nummer sicher ging die Schauspielerin Doris Kunstmann: Sie übte auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Und alle, alle liebten den Käfer! Na ja – bis auf Götz Alsmann vielleicht. Der wollte in die große weite Welt und kam bis zur Raststätte Tecklenburger Land. Kolbenfresser. Die Liste lässt sich leicht verlängern. Um Schauspieler Heinz Hoenig, der noch heute einen Käfer-Motor im Schlaf ausbauen kann, um Udo Lindenberg, der vom Porsche auf den Kugel-Porsche umstieg. Und um den Chansonnier Klaus Hoffmann, der mit seinem Käfer nach Italien fuhr. Und von da aus nach Afghanistan.
Und das ist doch schon wieder so ein bisschen wie Tante Ella und Onkel Fritz. Oder – hieß er Paul? -sim-

 


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