Jubilar mit nobler Ausstattung: Am 5. August 1955 lief der millionste Käfer vom Band.


Viel Mehr als nur ein Auto

Der millionste Käfer wurde zum Symbol des Wirtschaftswunders

Der Jubilar hatte sich herausgeputzt: Mit Metallic-Lackierung in Gold, Brokatpolster und geschliffenen Glasperlen auf allen Chromteilen lief der millionste Käfer am 5. August 1955 vom Band. Der Jubiläums-Volkswagen war mehr als ein Auto. Nach harten Jahren der Nachkriegszeit und des Aufbaus war der veredelte Käfer Ausdruck eines neuen Selbstbewusstseins und Symbol des deutschen Wirtschaftswunders.
Aus allen Ländern, in die Volkswagen geliefert wurden, kamen die Gäste und überbrachten dem Werk ihre Glückwünsche: Eine Million Fahrzeuge eines Typs hatte es bisher in der deutschen Automobilindustrie noch nicht gegeben. Auf 280000 Fahrzeuge steigerte Volkswagen in dem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 1955 die Produktion. Im Jahresdurchschitt überschritt die Tagesproduktion damit erstmals die 1000er-Grenze. Der Export brummte, und die steigende private Nachfrage löste auch auf dem Binnenmarkt einen Käfer-Boom aus, der bis Ende der sechziger Jahre anhielt.
Zugeschrieben wurden solche Produktionsrekorde vor allem dem damaligen Volkswagen-Generaldirektor Heinrich Nordhoff, der mit einer leistungsfähigen Vertriebs- und Kundenorganisation den Grundstein für den Aufstieg von Volkswagen zum größten Automobilhersteller Europas legte. Nordhoff wurde am 5. August 1955 zum Ehrenbürger der Stadt Wolfsburg ernannt. -me-


 

 

 

 


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